Willys Wochenrückblick: Von Behübschern, Trun...
 
Willys Wochenrückblick

Von Behübschern, Trunkenbolden und Impfnonos

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Weil ein gediegenes Schlagzeug-Solo auch die Müdesten wieder antreibt, empfehle ich heute eine Coverversion von „Wipe out“ der legendären Ventures: Am Schlagzeug: ein deutsches Mädel namens Sina - sensationell!

Heute können Sie wieder wählen: Einfach weiterlesen oder meinen Wochenrückblick als Podcast über die Ohren reinziehen. It‘s up 2 U!

Herrschaften, schaut Euch die Zahlen einmal genauer an! Da ist eine gewichtige Reaktion gefragt. Denn die Tatsache, dass der Handel laut jüngsten Statistiken heute umsatzmäßig bereits über der Vorcoronazeit liegt, ist zwar schön, birgt aber offensichtlich die Gefahr der Verblendung, wenn man die Sieger und Verlierer nicht analytisch unter die Lupe nimmt. Also, als eindeutige Sieger stechen die Bau- und Heimwerkermärkte vor den Schmuck- und Blumengeschäften heraus, als Verlierer die Schuhgeschäfte vor den Modehäusern. Ja, was heisst den das konkret? Die Österreicher behübschen sich selbst mit Schmuck zum abgefuckten, abgetragenen Gewand, bauen sich aber frische, gemütliche Wohlfühleckerl und schmücken diese mit Blumen und anderen Pflanzen. Dabei, und das ist nicht unwichtig, essen und trinken sie mehr als je zuvor. Was zur Folge hat, dass spätestens 2022 alles eine Nummer größer benötigt wird. Darauf sollten Sie sich einstellen!

Noch eine Statistik finde ich in diesem Zusammenhang interessant und wegweisend. Der alkoholkonsum generell stieg während der Pandemie weltweit um 23 Prozent, Mütter mit Kindern unter fünf Jahren griffen sogar um 323 Prozent öfter zur Flasche. Auf die neue, vorbildgeschädigte Generation können wir also gespannt sein.

Beruhigend zu wissen, dass dagegen die Regierung auch keinen Plan hat. Genau so wenig, wie es pandemiebedingt mit den Maßnahmen weitergeht. So wie seinerzeit Rudi Ratlos und jetzt Wolfgang Weissnix, Sebastian Smawurscht und die anderen aus dem Verwirrgarten werden sie uns auch weiterhin mit polarisierender Alibipolitik verwöhnen und sowohl uns als auch sich gegenseitig medienwirksam aufreiben.

Nicht zum Aufreiben, jedoch zum poststäbchenbedingten Aufziehen waren die so genannten Wohnzimmertests, die sie ja jetzt verbieten wollen. Was ich eigentlich so gar nicht verstehe, kann man diese doch zum einen genauso gut in der Küche oder im Kinderzimmer durchführen und wurden diese zum anderen ein liebgewonnenes Ritual anstatt der ansonsten üblichen Guten-Motgen-Schneuzung. Dass dieser Test virologisch keinen Wert hat, wussten wir auch schon vorher. Aber das streift ein anderes Kapitel der beinahe schon theatralischen Pandemiefarce.

Apropos Farce. Abschließend noch ein ernstes Wort an alle Impfunwilligen: Bitte findet Euch ganz einfach damit ab, dass Ihr hinkünftig weniger dürft als die Geimpften. Autofahren dürft Ihr Impfnonos ja auch nur mit Führerschein, und da regt Ihr Euch nicht auf? Na eben.

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