Willys Wochenrückblick: Von Feinderlwirtschaf...
 
Willys Wochenrückblick

Von Feinderlwirtschaft, Einwegpfandlover und Spermagourmets

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Weils grad aktuell ist kommt mein heutiger Musiktipp von den Fantastischen Vier - MFG. Mit freundlichen Grüßen an die Impfverweigerer.

Sie kennen das folgende Prozedere bereits: Einfach weiterlesen oder meinen Wochenrückblick als Podcast ohral genießen. Sie haben die Wahl!

Soll ich Ihnen was verraten? Ich tu mir echt schwer das an mich nun schon von einigen Seiten herangetragene Gerücht zu glauben, dass beim gescheiterten Metro-AGM-Deal sowohl von oberster Schweizer Stelle als auch von strategisch wichtige Funktionen ausübenden Regionalpolitikern über die heimische Regierung direkt bei der Bundeswettbewerbsbehörde interveniert wurde. Aber möglicherweise bin ich nicht nur ein bisserl naiv und Feinderlwirtschaft ist auch bei uns ein lukratives Nebengeschäftsmodell.

Aber auch das plötzlich Umschwenken einiger Unternehmen vom kämpferischen Einwegpfandgegner zum Befürworter ringt mir Verwunderung ab. Zumal ja die ARA stets für eine umfassende Gesamtlösung zur Erreichung der vorgegebenen EU-Quoten gekämpft hatte. Auch die Rewe und Hofer sind nun plötzlich für ein Einwegpfand, wobei der aktuelle Entwurf für eine gesetzliche Verpflichtung dazu nicht wirklich zu Ende gedacht ist. Denn Einwegplastikflaschen sowie Getränkedosen nehmen nur Outlets ab 400 Quadratmeter zurück, was automatisch Umsatzeinbußen bei den kleineren Filialen mit sich bringt. Weil man ganz einfach nicht in das eine Geschäft geht um sich Einwegpfand zu holen und in das andere um einzukaufen.

Was sonst noch geschah? Während man in Wien gerade das ehemalige Leiner-Gebäude in der Mahü in ein kleines KaDeWe umzuwandeln versucht, bastelt Graz daran zur Kahrstadt zu werden. Nur halt ohne Benko.

Ex-Kurvenfahrer Hirscher nennt sich ab sofort Van Deer und schnitzt sich die beiden Bretter, die jahrelang seine Welt bedeuteten, selbst. Aus Atomic-Sicht also Van Meer zu Deer.

Von mir zu dir könnte auch das Motto meiner nächsten Irritation lauten. Denn mir als ausgewiesener Bücherfreak wurde ein etwas sonderbares Büchlein empfohlen, das anregen sollte, viel mehr von der signifikantesten aller männlichen Körperflüssigkeiten zu ernten um damit die unterschiedlichsten Gerichte und Getränke zu pimpen - Das große Sperma-Kochbuch von Lena Blume. Da bekommt die Floskel „zum Essen kommen“ gleich eine ganz andere Bedeutung.

Apropos Mahlzeit. Seit 2011 gibt es ja bekanntlich in Texas keine Henkersmahlzeit mehr, weil der Delinquent ja daran ersticken könnte. Warum jedoch die Giftspritze unbedingt steril sein muss, muss mir auch einmal jemand erklären. Ob nun das Kaliumchlorid oder die Blutvergiftung zum Ziel führt, warad a scho wurscht. Find i.
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