Willys Wochenrückblick: Von Glücksschweinen, ...
 
Willys Wochenrückblick

Von Glücksschweinen, Aprilscherzkeksen und Staatenlosen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Wenn das mit der Lebensmittelknappheit so weitergeht, wird Herman‘s Hermits‘ Prognose aus dem Jahr 1967 bald Realität werden: „No milk today“. Enjoy!

Billa schenkt uns via TV eine glücksverheissende Zukunftswerbung, denn ab Oktober gibt es dann nur mehr Fleisch von glücklichen, heimischen Tieren. Da sich bis dahin bei Österreichs Landwirten noch viel ändern wird müssen, haben sie wohlweislich keine Jahreszahl verraten.

Beste Ware aus vorwiegend Österreich bekommt man in den heimischen Supermärkten jedoch sehr wohl zu kaufen. Zumindest was Extrawurst betrifft, immerhin die mit 9.900 verspeisten Tonnen im Jahr 2021 mit Abstand beliebteste Wurstsorte der Österreicher. Wie ein breit gestreuter Test des ORF-Magazins Konkret gemeinsam mit dem VKI bestätigt, kommen von 47 getesteten Pariser- und Extrawurstsorten am Markt nur vier rohstoffmäßig nicht aus unserem Land. Zehn davon schafften ein „Sehr gut“, 21 ein „Gut“. Auffallend: Als Testsieger sowohl bei der normalen Extra als auch bei der Geflügelextra entpuppte sich der Schwanensrädter Familienbetrieb Hütthaler mit seiner seit Jahren vorgelebten Tierwohl-Hofkultur. Ein ehrliches „Chapeau!“ von meiner Seite.

Der 1. April. Da leben jedes Jahr die mehr oder minder talentierten Scherzkekse auf, so auch seitens der Markenartikelindustrie. Um nur einige zu nennen: Manner versuchte uns mit Schnitzel-Pommes-Schnitten hinters Licht zu führen, Handl Tyrol mit Karotten-Tyrolini, Babybel mit einer Lippenstiftversion, Corny mit einem Mettriegel und Dr. Oetker mit einer Fischstäbchen-Pizza. Was heißt die gibts wirklich. Ehrlich jetzt?

Weil wir grade so schön beim Essen sind. Da hat doch glatt ein frisch verheirateter Mann seiner Ehefrau die Augenlider abgebissen. Vorher jedoch hat er bis jetzt unbekannte Substanzen zu sich genommen. Angeblich nach uraltem afrikanischem Ritus. Wie heissts so schön? Andere Länder, andere Essgewohnheiten.

Das gilt auch für Mohrenköpfe. Ui, das darf man ja jetzt nicht mehr sagen. Negerküsse auch nicht. Schwedenbomben oder Dickmanns schon. Womit wir bei Sophie Karmasin wären, die man einen ganzen Monat lang in U-Haft steckte, wie eine Schwerverbrecherin behandelte und die jetzt mit strengen Auflagen endlich frei kam. Nun kommt die nächste Hürde, ein Praktikum im Tullner Spital. Andererseits, das würde so manchem gut tun, alleine der Erdung wegen.

Was anderes. Jetzt ist er draussen aus der Oscar Academy, der Willard Carroll Smith jr., dabei hat er dem vorlauten Rotzlöffel Christopher Julius Rock III nur eine heftig Schallende verabreicht, weil dieser schlechte Witze über die Krankheit von Will Smiths Ehefrau Jada gemacht hatte Er hätte ihn ja auch mit dem Neuralisator beschießen können. Sie erinnern sich? Men in black, völliger Gedächtnisverlust. Das ist viel schlimmer als so eine harmlose Tachtel.

Ein bisserl mehr als eine harmlose Tachtel haben Bruce Willis und Anna Netrebko abbekommen. Der Willis mit einer berusbeendenden Aphasie und die Netrebko mit einem berufsstörenden Engagementboykott. Wobei sie Gefahr läuft eine ähnliche Karriere wie einst der berühmt-berüchtigte Klaus Kauroff am Wiener Heumarkt einzuschlagen. Der brillierte stets als Staatenloser, obwohl er Deutscher war. Was Netrebko nach der deklarierten Distanz zu Putin ebenfalls blühen könnte. Ach so, nein, da ist ja noch Österreich mit seiner ebenfalls berühmt-berüchtigten Staatsbürgerschafts-Verteilstrategie. Anna ist und bleibt uns ganz fest zugehörig.

Abschließend noch ein Wort zur aktuellen Regierungs-Performance in Sachen Impfen und Testen. Hmm, hab mirs grad wieder überlegt. Als seinerzeitiger Theaterkritiker habe ich ja auch kein Kasperltheater rezensiert. Da da da …

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