Willys Wochenrückblick: Von Herumhopsern, Hin...
 
Willys Wochenrückblick

Von Herumhopsern, Hinterherfahrern und Herabhängern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Verwichenen Freitag war ich - zwar nur via Bildschirm, aber dennoch live - auf einem Konzert der grandiosen ORF All Stars rund um die Masterminds Thomas Rabitsch und Herbert Pichler sowie den Vokalisten Andie Gabauer, Gary Lux, Juci Janosko und Anne Marie Höller. Aber weder von den Musikern noch von den Sängern war viel zu sehen, stattdessen hopsten mehr oder weniger Prominente paarweise vor den Kameras herum. Muss eigentlich auch nicht sein bei derlei hochkarätigen Konzerten, dass man sich als Unbeteiligte gegenseitig so sehr in den Vordergrund schiebt.

Ebenfalls nicht sein müssten die bereits zur Tradition gewordenen Söldener Riesentorlaufsaisonauftaktspleiten unserer schifahrenden Aushängeschilder und -schilderinnen. Aber sehen wirs positiv. Zumindest im Ausredensuchen und -finden sind wir bereits jetzt Weltmeister. Wie jedes Jahr.

Wie jedes Jahr steht auch heuer wieder Weihnachten nicht nur vor den Türen, sondern auch vor den Fenstern und den offenen Kaminen respektive Outdoorkitchen, wo normalerweise saftige Zwölf-Kilo-Truthähne gegrillt werden am Heiligen Abend. Heuer wirds ein Sulmtaler Hendl auch tun, da man ja laut Kurz-Empfehlung nur mehr zu sechst feiern soll, zumindest aus heutiger Sicht, vielleicht werdens ja bis dahin noch weniger. Quasi Einzelweihnachten - ein Baum, ein Feiernder, ein Samkeit. Wobei dann auch das Sulmtaler Hendl bereits zu viel ist, eine Dose Fleischschmalz und ein Kornspitz würden dann als Festmahl locker reichen. Kann man ja durchaus mit einem Fächergurkerl und einem Kaperl optisch pimpen, da ja angeblich, auch wenn man alleine ist, das Auge mitisst. Womit wir de facto zwar wieder zu zweit wären, das Augerl und ich, aber das ist eine andere Geschichte.

Eine andere Geschichte, und zwar eine gleichermaßen lustige wie schöne, war das Interview von Wolfgang Feller mit H.C. Strache auf oe24.tv. Aufgrund der bohrenden Fragen Fellners unter anderem zu den über die FPÖ abgerechneten Privatspesen verlor Strache leicht die Contenance und frug den alten Vernehmungshasen, für wie vertrottelt er ihn eigentlich halte. Fellners Antwort war kurz und knapp: „Naja, schon sehr ...“ Da kam Freude auf.

Freude wird auch bei jenen polnischen Fitnessfreaks aufgekommen sein, als sich ein Fitnesstudio nach dem coronabedingten Lockdown um eine Umwidmung zur Kirche bemühte. Denn Kirchen dürfen ja weiterhin offen bleiben. Somit bekommt der Begriff Crossfit-Übung eine völlig neue Bedeutung. Mit gestreckten Armen von oben herab den anderen zulächeln. Wie seinerzeit der Inri, seines Zeichens Bruder von Brian. Always look on the bright side of life ...

 

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