Willys Wochenrückblick: Von Hundebürgermeiste...
 
Willys Wochenrückblick

Von Hundebürgermeistern, Düsentrieben und Angoramaibäumen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Kramen Sie für den heutigen Anspieltipp tief im Regal mit den späten 80er Hits, legen Sie Alice Coopers Meisterwerk Trash auf und freuen Sie sich auf „Poison“. Und Volume ganz voll ume!

Ich bin echt neugierig was uns Wahlverlierer Donald Trump bis zu seiner definitiven Abdankung am 20. Jänner des kommenden Jahres noch für Überraschungen liefern wird - verbal genau so wie de facto. Auf alle Fälle ist damit zu rechnen, dass das sicher keine konfliktfreie Amtsübergabe wird, sondern ein spektakulärer Abgang Trumps, wenn er denn überhaupt loslässt. Alles andere wäre eine saftige Enttäuschung.

Wir bleiben in den USA und wir bleiben bei Wahlen. Dort wurde nämlich im 300 Seelen-Dorf Rabbit Hash im Bundesstaat Kentucky ein Hund namens Wilbur Beast zum Bürgermeister gewählt. Wie dort stets nach jeder Legislaturperiode seit 1998 ein Hund zum Bürgermeister gewählt wird. Die damit verbundene Spendenaktion für diverse Tierschutz- und andere soziale Projekte ist in jedem Fall aller Ehren wert und schreit förmlich nach Nachahmung und somit nach österreichischen Pendants. Vielleicht könnte man die Tiere von Gut Aiderbichl allesamt zu einem Bürgermeisterkollektiv wählen und diese dadurch retten?

Nicht mehr zu retten scheinen die Autoren und Produzenten der James Bond Filme. Denn im neuesten Werk „No Time To Die“ wird 007 von einer dunkelhäutigen Schauspielerin namens Lashana Lynch verkörpert, heisst aber nicht Bond, James Bond, sondern Nomi, einfach nur Nomi. Oiso i find des super. Unter anderem auch deswegen, weil mit dem Abgang Sean Connerys ohnehin kein glaubwürdigerer Bond in Sicht ist. Da kann der Craig noch so auf Düsentrieb tun.

Apropos Erfinder. Weiß wer, welche Wette wir Wiener verloren haben, um so eine Krenkn als Weihnachtsbaum nehmen zu müssen, der ausschaut wie ein Angora-Maibaum und erst aufwändig mit Ästen gepimpt werden musste um halbwegs weihnachtlich beleuchtet dastehen zu können. Nexte Mal bitte einfach einen Telegrafenmast aufstellen und ein Künstlerprojekt draus machen. So haben auch die dann zumindest vorübergehend was zu tun. Und Geld gibts auch. Nehm ich jetzt einmal an.

In einer etwas anderen Dimension ebenfalls erschreckend fand ich neben dem Attentat in der Wiener Innenstadt an sich auch die Tatsache, dass in unserem Land in etwa noch weitere 360 Personen leben, die vom gleichen Gedankengut beherrscht werden wie der am Allerseelenmontag um 20:09 Uhr von zwei Wega-Beamten Ausgelöschte. Und bei der momentanen Verfassung unseres Verfassungsschutzes und mit ähnlichen Aufträgen behafteten Behörden, mag ich mir gar nicht ausmalen, welch leichtes Spiel man diesem Abschaum bei der Umsetzung ihrer „Aufträge“ anbieten würde, wenn es die wirklich drauf anlegen würden. Wien und somit Österreich hat in dieser besagten Nacht seine Unschuld verloren. Ein ziemlich zynisches Bild, wenn man bedenkt, dass die IS-Jünger auf der Suche nach dem Suizid by Cop auf hundert Jungfrauen als Belohnung warten ...

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