Willys Wochenrückblick: Von Kampfwaranen, Her...
 
Willys Wochenrückblick

Von Kampfwaranen, Herzstolperern und Greifschwänzen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein dieswöchiger Musiktipp wurde 1984 zwar von Tina Turner bekannt gemacht und weltberühmt, ich persönlich finde jedoch die Version der phantastischen Indie-Rock-Band Walk off the Earth aus Kanada besser - What‘s love got to do with it, geschrieben von Terry Britton und Graham Lyle.

Weiterlesen oder zuhören, das ist hier die Frage. Sie haben die Wahl!

Aha, die Post will also in mein Vorzimmer. Bin neugierig, wie meine Kampfwarane Schnurrli und Murli reagieren, wenn da plötzlich ein Fremder die Tür aufsperrt. Wahrscheinlich werde ich nach dem ersten Zustellversuch nicht mehr oft Post von der Post bekommen.

Nicht mehr viel Post von der Post wird auch Rudi Anschober nach seinem Rücktritt in den Stubenring bekommen. Aber vielleicht schickt er ja selbst nachträglich noch Post an Kurz und die anderen Türkisen, nämlich ein paar Dankschreiben fürs neuerliche Burnout und seinen ihn noch sicher länger begleitenden Gesundheitszustand. Weil bei seiner Abschiedsrede hat er sich ja bei Kurz diesbezüglich nicht bedankt.

Zurückgezogen haben sich auch - wieder einmal ziemlich dramatisch - die heimischen Gletscher, quasi als gut sichtbares Zeichen für das Versagen unserer Regierung, da Österreich als eines von zwei europäischen Ländern den Zug in die falsche Richtung steuerte, also nicht, so wie alle anderen, CO2 abbaute, sondern beim Treibhausgasausstoß sogar zulegte. Ehrlich - eine echte Schande, und das trotz grüner Regierungsbeteiligung. Aber warum sollen Kogler & Co gerade da was zu reden haben?

Übrigens: Bei Anschobers Nachfolger, dem praktischen Arzt Wolfgang Mückstein, wird man sehen, wie lange es braucht, bis Dynamik und Ambition zwischen den Mühlsteinen der empathielosen Türkispolitik zerrieben wird. In jedem Fall wird der Diazepam-Verbrauch bei Mückstein ziemlich bald ziemlich in die Höhe schnellen.

Ansonsten drohen wie bei Anschober Herzstolpern, Atemweh und Hauthunger, was man ja mittlerweile auch ohne Long Corona-Symptome bekommen kann. Nämlich immer dann, wenn Dir die Politik dermaßen ins Leben grätscht, dass Du bereits vor dem Resignieren den vielzitierten Hut nehmen möchtest. Auch im übertragenen Sinne.

Sehr gut gefallen hat mir in der letzten Woche auch das mit einem Wildtier verwechselte Croissant auf einem Baum in Krakau, dass der unerträgliche Strache jetzt in Sachen Ibiza-Video endlich doch angeklagt wird, dass Hans Staud zum 50jährigen Jubiläum seines tollen Unternehmens endlich seine eigene Briefmarke bekommt und dass man in US-Laboren Embryonen aus Zellen von Javaneraffen und Menschen züchtet, um so zu nachwachsenden Organen für die Menschenreparatur zu bekommen. Möge die Übung gelingen und der alte Menschheitstraum vom Greifschwanz endlich Realität werden.

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