Willys Wochenrückblick: Von Karrierekillern, ...
 
Willys Wochenrückblick

Von Karrierekillern, Grantscherben und Impfgewinnern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Weils thematisch gerade passt habe ich für meinen heutigen Anspieltipp „Wind of change“ ausgewählt, ein den punktgenau Zahn der Zeit treffender Klassiker von den Scorpions.

Gerade noch rechtzeitig vor dem Feiertag können Sie wieder wählen - entweder normal weiterlesen oder meinen Wochenrückblick als Podcast hören. Ganz wie Sie möchten.

 

Sagen wir mal so: Dem Wort des Jahres zum Trotz ist der Schattenkanzler Kurz-fristig von der türkisen Politbühne gesprungen und hat gleich einiges vom Bühnenbild mitgerissen. Ein Blümchen, einen alten Mann im Faß und einen schallend laut lachenden Berg. Nur der Herr Karl bewies Standhaftigkeit und übernahm die Doppel-Hauptrolle. Auch aus der Reihe der Statistenschar durften nun einige auch vor den Vorhang. Hinter den Kulissen zogen schwarze Gesellen ihr Föderalismusmäntelchen enger zu sich und lachten sich ins übermächtige Fäustchen. Aus dem zur Smoking Box umfunktionierten Souffleurkasten winkte Chef Alexander höchstpersönlich das Projekt Drive-in zur schnelleren Regierungsmitglieder-Angelobung durch. Wobei eines offensichtlich ist: Das erste Kind als Karriere-Killer ist im normalen Leben nur Frauen zugänglich. Und: Es ist völlig unverständlich, warum Nehammer den Titel „Bundeskanzler des Monats“ so kategorisch ablehnt. Auch Schallenberg bockt, er will sich nicht um die Burg auf Kurz umtaufen lassen. Kurz Schallenberg klingt aber doch irgendwie komisch.

Wir bleiben beim Thema grantig. Wien ist also die unfreundlichste Stadt der Welt, weil der Wiener angeblich permanent grantelt. Ich vermute da liegt ein gewaltiger Irrtum vor. Denn was andere als grantln und mißmutig bezeichnen, ist für den Wiener subtiler, zynischer Humor. Weil, gibt es einen typischen Wiener Humor, wenn ja, warum nicht?

Wir bleiben beim Thema Humor. Ziemlich lächerlich hat sich Umweltministerin Gewessler mit ihtrem Alleingang in Sachen Baustopp für den Lobautunnel gemacht. Ob das jetzt gut ist oder nicht, sei dahingestellt, aber ein bisserl juristisch aufmagazinieren hätte sie sich schon können. Jetzt hat sie sich nicht nur selbst einen Schuß ins Knie verpasst, sondern steht sie auch argumentemäßig ziemlich nackert da.

Jetzt zu etwas ganz anderem. Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, dass sämtliche Spots rund um die Impflotterie des ORF einen ziemlich mächtigen semantischen Fehler beinhalten? Denn der Slogan „Wer impft, gewinnt“ würde bedeuten, dass nur die Ärzte respektive das lizenzierte Impfperonal gewinnen können. Hieße es hingegen „Wer sich impfen läßt, gewinnt“, käme man der Sache schon näher. Richtig wäre „Wer sich impfen läßt, hat die Chance auf einen Gewinn“. Aber so …

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