Willys Wochenrückblick: Von Kirchenkoffern, N...
 
Willys Wochenrückblick

Von Kirchenkoffern, Neppochanten und Almzikaden

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein heutiges Musikintro hat zwar bereits einige Jährchen auf dem Buckel, scheint jedoch nach wie vor von seiner philosophischen Kraft her zeitlos aktuell: Josef Hader und sein geniales Moritat „So ist das Leben“.

Leider gibt es auch heute keinen Podcast von meinem Wochenrückblick. Daher einfach weiterlesen und schriftlich geniessen.

Diese Meldung hat mich schon irgendwie irritiert: Mysteriöser Koffer im Stephansdom gefunden. Ich wusste gar nicht, dass Kickl überhaupt in Kirchen geht. Und bitte wer hat den dort abgestellt?

Blümel ist jetzt also auch geimpft. Gegen seine Laptopallergie oder seine Gedächtnisverluste? Und gibts da bereits ein Kombiangebot mit externem Speicher und so?

Sehr interessant fand ich das Jagdverhalten des für viele bösen Wolfs in Sachen MAN-Werk Steyr. Denn er agierte nicht wie ein schlauer Fuchs, wie ihm manche unterstellen, sondern wie ein Komodo-Waran. Ein winzig kleiner Biss und das Gift wirken lassen. Den Rest erledigt die Zeit.

Als Alternative zur dänischen Erikson-Bewusstlosigkeit bei der Fußball-EM am Samstag gab es die große Gartenparty der Stars mit Karl Ploberger und Stefanie Hertel. Beides ein Drama. Wobei Anna Lallitsch bei ihrem Kaltwasser-Debut ganz klar als Siegerin hervorging.

Bleiben wir kurz beim Fußball, weil es auch hier schon wieder unschöne Berührungen mit der Politik gibt. Denn den Grünen ist es gar nicht recht, dass der Bundesadler auf den schwarzen Trikots von Alababa und den anderen Foda-Buam in Türkis herunterlächelt und nicht in Grün. Zumindest ein grüner Schatten hätte doch durchaus drinnen sein können, was ja auch irgendwie eher der Realität entsprechen würde. Zum Österreich-Sieg gegen Nordmazedonien: Nein, wir sind noch nicht Welteuropameister.

Wien hat also Angst vor einer Rattenplage. Also ich glaube nicht, dass die Neppochanten-Partei in der Bundeshauptstadt so viel Macht bekommen wird.

Die Corona-Pandemie hat unter anderem noch einen Freizeithit der Österreicher hervorgebracht: Fische beobachten. Doch während die einen Freunde und Verwandte zum kollektiven Guppy-, Platy- und Black Molly-Watching laden, versammeln sich andere wiederum vor den Tiefkühltruhen unserer Supermärkte. Das Verhalten von Fischstäbchen in Gefangenschaft und bei Minustemperaturen hat sicher auch seine Reize.

Abschliessend noch ein kleines kulinarisches Gedankenexperiment. Wenn sich die beiden Wolfgänger zusammentun und ein gesundes Lokal eröffnen, könnte dieses durchaus „Zum Puckstein“ heissen und jede Menge Insektenspezialitäten auf der Speisekarte haben. Kandierte, grüne Arzt-Mücken zum Beispiel, schokierte Mehlwerner, überbackene Almzikaden oder geröstete Gebirgs-Gewesslerlarven. Moizeit!

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