Willys Wochenrückblick: Von Nachahmern, Nachj...
 
Willys Wochenrückblick

Von Nachahmern, Nachjustierern und Nachfolgern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Weil er am vergangenen Dienstag die Wiener Stadthalle beschallte und im Osten Österreichs am Freitag die Schule endete, kommt mein heutiger Musiktipp von Altrocker Alice Cooper mit „School‘s out“. Released 1970. Enjoy!

Ein großes Lob der Rewe. Denn was sich bei der Spar seit Jahrzehnten als großer Erfolg entpuppt hat, nämlich neben den Eigenfilialen auch auf selbstständige Kaufleute zu setzen, kann letztendlich auch für Billa nicht so falsch sein. Die Aufholjagd kann beginnen.

Überraschenderweise steht Gesundheitsmister Rauch jetzt plötzlich nicht mehr auf Vollspaltenböden, jedoch erst in 17 Jahren. Da sind alle, die das beschlossen haben, längst Geschichte. Und unzählige Generationen von leidenden Schweinderln ebenfalls.

Die Schweizer Dreiecksschoki Toblerone wird amerikanisch und nennt sich ab sofort Toubla-Wan. Und bei Mondelez überlegt man sich bereits, wie lila mit drei Ecken aussieht.

Wer meine Wochenrückblicke regelmäßig verfolgt, der wird sich erinnern, dass da seinerzeit beim ersten leisen Zudrehen des russischen Gashahns bereits das naheliegende Komplettzudrehen prophezeit wurde. Nun haben wir den als Wartungsarbeiten getarnten Salat. Nur halt ohne Dressing.

Dazu passend: Wie US-Wissenschaftler gemeinsam mit einem Rudel Harvard-Studenten bewiesen haben, leistet unser Gehirn in der momentan herrschenden Hitze weniger als bei so genannten Normaltemperaturen. Was eigentlich eh alles erklärt, was derzeit passiert oder eben nicht.

Wie zum Beispiel, dass einige Volksschulen ihre katholischen oder evangelischen Religions- und Deutschlehrer abziehen, weil es kaum noch Schüler mit christlichem und lokalen Hintergrund gibt. Dafür hocken jedoch bereits jede Menge Rabbis, Muezzins, Hodschas und Gurus in den heiligen Startlöchern.

Sehr betroffen machte mich die Meldung, dass das altehrwürdige Wiener Cafe Westend zusperren muss. Jetzt einmal abgesehen davon, dass dort sehr viel Gutes an literarischen Hinterlassenschaften meinerseits entstand, sehe ich jetzt die Stadt Wien unter Zugzwang. Diese tolle Institution muss doch irgendwie gerettet werden können. Verlieren wir nämlich mehrere solcher Traditionscafes, wirds bald nix mehr sein mit der lebenswürdigsten Stadt der Welt.

Die Preissteigerungen allerorts machen logischerweise auch vor den Bestattern und den Friedhöfen nicht Halt. Jetzt wird also nicht nur das Leben für manche beinahe unleistbar teuer, sondern auch das Sterben und der Tod. Bin echt neugierig was uns kostenmäßig drüben erwartet.

Abschließend noch ein Gedanke zur Forderung, dass in deutschen Freibädern generell alle oben ohne herumliegen, spielen und schwimmen dürfen. Auch Frauen. Mein Vorschlag: Bikini für alle. Auch für Männer. Die Ästhetik wird sich freuen wie ein Schneekönig. Und das mitten im Sommer. Einen schönen Selbigen wünsch ich.

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