Willys Wochenrückblick: Von Omikronprinzen, C...
 
Willys Wochenrückblick

Von Omikronprinzen, Covidltaschern und Geckogags

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Gleich zu Beginn ein ganz besonderer Anspieltipp. Erstens einmal ein großartiger Klassiker für die Ewigkeit und zweitens eine der besten der unzähligen Coverversionen. Genießen Sie Janis Joplins „Me and Bobby McGee“ in der Interpretation von Casi Joy. Und bis zum schluß dranbleiben, es tut richtig gut wie sie eskaliert.

Jetzt gehts wieder ans Entscheiden. Entweder ganz normal weiterlesen oder sich meinen Wochenrückblick als Podcast reinziehen. Sie können sich aber auch beides geben.

 

Gerade jetzt zu den Weihnachtsfeiertagen und auch die ganze Woche davor schon war das Christkind - oder wer halt den alten Mann mit weißem Rauschebart und rotem Samtgwandl lieber hat, dann eben dieser - auffallend liebenswert zu uns satirisch angehauchten Kolumnisten. So erreichte zum Beispiel - ob gewollt oder ungewollt - das ganze Kasperltheater rund um den Lockdown-Fleckerlteppich seinen vorläufigen Höhepunkt, indem sich Smokey Mückstein selbst zum Omnikronprinzen kürte. Nicht nur als heißgeliebtes Feindbild der Gastronomen und Hoteliers, sondern überhaupt. Stichwort: 22 Uhr Sperrstund! Weil Arbeitszeitvorgaben beeindrucken das Virus sicher sehr. „Na gut, dann hör ich halt um zehn am Abend auf mich zu verbreiten, ganz wie sie wollen, die Regierungsaktionisten.“ Das grundsätzliche Problem von Mückstein & Co ist ja kein neues, sie wissen, dass ihre Maßnahmen keinen Sinn machen, fühlen sich jedoch bemüßigt, irgendwelche vertrottelten Aktionen zu setzen um im Gespräch zu bleiben. Was somit supergut gelungen ist. Angeblich hat man kurz nach Verkündung mit frischen Covidltascherl samt Boosterwürschtln darauf angestoßen.

Bestens in Laune war auch die erst kürzlich zusammengestellte Pandemie-Kriseneingreiftruppe rund um das Reich Kathi. Geckogags en gros und en detail waren Inhalt der vorweihnachtlichen Pressekonferenz, nicht nur, dass das vorgeschlagene Maßnahmenpaket einstimmg angenommen wurde, haha, sondern auch die Konklusio man könne doch russische Silvester feiern, weil dort der Jahreswechsel eben zwei Stunden früher als bei uns stattfindet, also punktgenau um 22 Uhr. Echt lieb, der Vorschlag. Kein Wunder also, dass sich Reich im Laufe der Pressekonferenz immer öfter und sehr dankbar in den „Das weiß ich jetzt auch nicht so genau“-Kobel rettete.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt? Viele Händler verkaufen keine Silvesterraketen mehr, nach Nachfrage nicht einmal mehr zu Ostern. Müssen wir Pyromanen also wieder alles selber basteln. Mein Schwager ist eh bei der Feuerwehr und meine Tante Krankenschwester. Das beruhigt.

Kurz vor Weihnachten wurde auch bekannt, dass a Hendl billiger ist als Katzenfutter. Na dann gewöhnen wir uns halt an Sheba Filet Wellington, Kitekat Schnitzel und Whiskas Rouladen. Ist mitunter eh qualitativ wertvoller als vieles Hausgemachte.

Kurz zieht also ins amerikanische Disneyland und wird dort Dumbodouble, Landrock will den mittlerweile völlig abgelutschten Schlecker wieder aktivieren, wofür ich ihm eine besonders strapazfähige Zunge wünsche, und Wolf findet seine Huren vorwiegend im Finanzministerium. Immerhin. In diesem Sinne - haben Sie einen kurzen, aber unspektakulären Rutsch. Ins neue Jahr oder sonstwo hin.

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