Willys Wochenrückblick: Von Pfauenfedern, Tri...
 
Willys Wochenrückblick

Von Pfauenfedern, Triumpfbögen und Marsreisen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Je älter unser Babyelefant wird, desto kleiner wird er. Und er weicht zusehends einem ziemlich fragwürdigen Wesen namens Wurschtigkeit. Wobei das mit der Wurschtigkeit ohnehin so eine Sache ist, wie uns der jüngste Fall im Wiener Donauzentrum zeigt, wo ja bekanntlich Jugendliche den Rettungseinsatz für einen Bewußtlosen blockierten. Was geht in solchen Gehirnen vor? Hier versagt leider die Hirnforschung kläglich. Vielleicht sollte man solche Typen wirklich öffentlich und unverhüllt an eine Wand gaffern und mit einer Pfauenfeder ins Bewusstsein kitzeln.
Sehr wohl verhüllt und gut verpackt wird es auch alsbald den Pariser Triumphbogen geben. Verpackungskünstler Christo wird es zwar nicht mehr live erleben können, aber dieses Andenken an ihn wird symbolisch zum Vermächtnis avancieren.
Ob das Einwegpfand ebenfalls die Größe zum Vermächtnis für einige NGOs bekommen wird, werden wir ja sehen. Der heutige große Umweltgipfel brachte ja ausser der Erkenntnis, dass ein Einwegpfand einen gehörigen Mehraufwand für den Handel bedeuten würde, keine Ergebnisse.
Was in der verwichenen Woche noch auffiel: Elon Musk kann nicht nur Elektroautos bauen, sondern auch Raketen. Er hat mit SpaceX zwar 18 Jahre gebraucht, bis er an die Raumstation ISS andocken konnte, doch für Trump und seinen Machtrausch war das ein wichtiges Signal für hinkünftige Shuttleflüge zum Mars und darüber hinaus. Naja, wer im Bunker sitzt, hat ja bekanntlich einen ganz besonderen Weitblick.
Weitblick, zumindest einen relativen, bewies auch die Queen, die 94jährig hoch zu Ross ihren traditionellen Pfingstausritt absolvierte. Und es kann gut sein, dass sie unmittelbar danach sogar surfen ging. Zumindest ins Facebook, um Prinz Harry zu besuchen, der ja dort mit seinem Pseudonym Spike Wells seine Postings verteilt.
Apropos. Was die Post kann, können wir schon lange, dachten sich die vom Amazon-Verteilzentrum in Großebersdorf und verteilten auch dort nebenn ihren Päckchen zuhauf Coronaviren. Ob auch dort einige Mitarbeiter mit Schülern oder Lehrern verwandt sind, steht noch nicht hundertprozentig fest, Tatsache ist aber, dass man unmittelbar nach der Wiedereröffnung 15 Wiener Schulen wegen positiver Tests wieder schließen musste.
In jedem Fall positiv beurteilt werden heuer die Zentralmaturanten, egal ob sie leere Arbeiten abgeben oder doch versuchen, das Gelernte irgendwie sinnstiftend zu Papier oder in die Konsole zu bringen.
Übrigens: Bei der Zentralmatura ist das Handy für Schüler genau so verboten wie in der japanischen Stadt Yamato für Fußgänger, weil diese mit dem Mobile in der Hand und auf dasselbe starrend zunehmend unaufmerksam werden und vermehrt Verkehrsunfälle verursachen oder permanent an Laternen andeppern.
Verletzungen ganz anderer Art sind es, die sich einige Klippenspringer im englischen Dorset beim Cliffdiving aus 60 Metern zuzogen. Ein Bauchfleck aus dieser Höhe ist sicher alles andere als lustig ...
Hoffentlich kein Bauchfleck werden des Bundeskanzlers Fortpflanzpläne, einfach auch deswegen weil das Private Label Kurz&Klein auch wunderbare Boulevard-Headlines liefern würde.
Und wahrscheinlich hat sich Karlheinz Grasser sogar selbst heimlich filmem lassen, um den kaugummiartigen Prozess gegen ihn endlich zu beenden. Zumindest zu unterbrechen. Und der Friseur wartet auch schon.

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