Willys Wochenrückblick: Von Schändern, Vegane...
 
Willys Wochenrückblick

Von Schändern, Veganern und Fakeopfern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein heutiger Musiktipp stammt aus 1970 und von Mungo Jerry. Beachten sie bitte die damalige Männermode, vor allem die im Gesicht. Genießen sie an heißen Tagen wie diesen „In the summertime“!

Mir fehlen, ehrlich gesagt, die Worte. Der ziemlich breit getretene Gipfel zwischen Rauch und den obersten Bossen der Handelsketten wurde doch tatsächlich als großartiger Erfolg gefeiert. Denn man einigte sich auf eine Kennzeichnungspflicht, wie die Tiere, deren Fleisch es dann im Supermarkt zu kaufen gibt, gehalten wurden. Freilaufend oder in konventioneller Haltung. Und konventionelle Haltung heißt nun einmal Vollspaltenböden, wenig Platz und große Kannibalismusgefahr bei Schweinen sowie Anbindehaltung und Billigimporten bei Rindern. Es ändert sich zwar nichts am Tierleid, aber es steht verschlüsselt auf der Packung und wird verantwortungsmäßig an die Konsumenten abgeschoben. Eine Schande!

Eine andere Schande ist jedoch nicht mehr. Denn der nur Geld verschlungen habende Schramböck-Store, also das Kaufhaus Österreich, wurde nun endgültig abgedreht. Es war höchste Zeit.

Höchste Zeit für ein veganes Bundesheer forderten diese Woche diejenigen, denen im Innendienst regelmäßig fad ist. Da kann man bald auf dumme und nicht zu Ende gedachte Gedanken kommen. Denn es geht in Wahrheit nicht um gesunde Naturprodukte, sondern um billiges Industriefutter mit jeder Menge Chemie drin. Naja!

Unsere Regierung fährt derzeit einen bemerkenswerten Radikalkurs. Nach der Abschaffung der Impfpflicht und der Weglasserlaubnis der Masken, will man jetzt - trotz steigender Zahlen und konsequenter Ignoranz derselben - Corona generell abschaffen. Wahrscheinlich möchte man sich aufs Tierwohl konzentrieren. Haha, der war gut.

Gut war auch der Deep Fake mit einem falschen Klitschko, dem einige Bürgermeister Europas aufsaßen. Aber uns grundsätzlich zu denken geben sollte, ob die jüngste Konferenz mit ihrem CEO, die Jahreshauptversammlung via Zoom oder das Interview mit unserem HBP wirklich so stattgefunden hat, wie sie stattgefunden hat. Und noch etwas: Man muss sich nicht immer unbedingt an ABBA orientieren, um die Menschen zu täuschen.

Weil wenn die alte Farbe der Neos, Pink, einer neuen Farbe, Brombeere, weichen muss, aber wie eine unreife Himbeere ausschaut, dann habe ich das untrügliche Gefühl, man habe mir mehrere Beeren aufgebunden.

Abschließend noch ein kleiner Urlaubshinweis: Sollten sie vorhaben, ins südfranzösische Villars-sur-Vars zu fahren, lassen sie ihre Zahnbürste daheim. Die verbieten dort nämlich aus Wassereinspargründen das Zähneputzen. Wahrscheinlich ein Joint Venture mit den Zahnärzten in dieser Gegend. Oder mit Odol.

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