Willys Wochenrückblick: Von Schmusereien, Tan...
 
Willys Wochenrückblick

Von Schmusereien, Tankurlauben und Gemüsegräbern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein heutiger Musiktipp wurde bereits Mitte der 1940er veröffentlicht, von Tennessee Ernie Ford 1950 zum Nummer 1-Hit gepusht und handelt von der oft unerträglich harten Arbeit in den Kohlengruben. Hier eine besonders lässige Version von ZZ Tob feat. Jeff Beck. Enjoy "Sixteen Tons"!

Ist es Ihnen auch aufgefallen? Die von „Gemeinsam impfen“ haben in den diversen Spots das Mädel, das da behauptet „Beim ersten Date schmusen - geht sicher“ rausgeschnitten, weil man draufgekommen ist, dass das doch keine so gute Idee war. Nicht nur wegen Covid, sondern auch wegen Affenpocken, Syphilis & Co.

Als Ersatz könnte man sich ja mehr um seine Haustiere kümmern und mit diesen schmusen. Allein an Hunden und Katzen stehen uns da in Österreich rund 800.00 respektive zwei Millionen zur Verfügung. Die One Night-Streuner noch nicht mitgerechnet. Aber Obacht, die domestizierten Versionen sind ganz schön teuer in der Erhaltung. Jüngsten Statistiken zufolge kosten Katzen alleine fürs Futter 51 Euro im Monat, Hunde mehr als das Doppelte.

Einsparen könnte man das zum Beispiel beim Urlaub. Und zwar, in dem man gar nicht fährt, sondern schnurstracks zur Eni-Tankstelle. Dort haben sie grade italienische Wochen.

Oder wir fahren nach England und gehen zu Waitrose einkaufen. Die haben nämlich soeben das MHD abgeschafft. Damit schaffts die Frischmilch für das Katzerl und das Wurschti fürs Huntzi locker bis nach Hause.

Apropos Wurschti. Der französische Physiker Etienne Klein stellt ein Radl Chorizo ins wissenschaftliche Forum und behauptete den Stern Proxima Centauri fotografiert zu haben. Es hat eine zeitlang gebraucht bis die Damen und Herren der Kollegenschaft das geschnallt haben. Was aber andererseits auch bedeutet wie nah dran ein ehrliches Stück Paprikasalami am Universum ist.

Was auch der Frauenkirchner Pfarrer bestätigen kann. Hat er doch vor seiner Kirche einen Weihwasserautomaten hingestellt, bei dem man um einen Euro 1/16 Messwein erstehen konnte. Der Andrang der Burgenländer zur Kirche startete rasant. Und es wurden auch schon Rufe nach rotem Messwein laut. Und auch nach Trockenbeerenauslesen.

Die Nähe zu Gott geht aber noch einen Schritt weiter und führt damit zu einer direkten Konkurrenz zu den Supermärkten. Nein, nicht jetzt unbedingt wegen dem Weihwasser-Automatengeschäft, sondern wegen einer Idee aus Wien-Pötzleinsdorf. Da wird auf dem hiesigen Friedhof auf aufgelassenen Gräbern Gemüse angebaut. Und am Matzleinsdorfer Friedof werden gerade einige Grabsteine zu Bücherregalen umgebaut. Alles zur freien Entnahme. Übrigens: Die ersten Snackautomaten-Betreiber haben sich schon einige Gräber reservieren lassen. Wie sagte Salerno einst so schön? Contra vim non est medicamen in hortis - Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen
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