Willys Wochenrückblick: Von Spielverderbern, ...
 
Willys Wochenrückblick

Von Spielverderbern, Pizzabäckern und Spendenaufrufern

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Mein heutiger Video-Tipp ist ausnahmsweise kein musikalischer, sondern ein kabarettistischer. Genießen Sie den genialen Alex Kristan alias Hans Krankl mit dessen Betrachtungen zum Thema Lockdown. Wus sull dus?

Auch unmittelbar nach dem ersten Adventsonntag haben Sie trotz Lockdown die Wahlmöglichkei. Entweder ganz normal weiterlesen, meinen Wochenrückblick als Podcast anhören oder beides. Hintereinander oder gleichzeitig. Ganz wie Sie wollen.

 

Stell Dir vor, es ist Lockdown und keiner spielt mit. Also fast keiner, nämlich nur 18 Prozent. Beim ersten Lockdown waren es laut Bewegungsprofil der Handyanbieter noch über 60 Prozent. Dem Österreicher ist halt wieder einmal das Spiel fad geworden, sieht er doch den Lockdown eher als Empfehlung denn als Gesetz. Wen juckt‘s wirklich?

Sie haben es sicher irgendwo im Boulevard gelesen oder gehört. Jetzt im vierten Lockdown muss Hofer zu richtig drastischen Mitteln greifen - er bäckt die Pizza für seine Familie selbst. Und ich weiß, Sie ahnen es schon, es handelt sich dabei nicht um die österreichische Aldi-Tochter, sondern um den Ex-Bundespräsidenten-Kandidaten Norbert. Sein großer Vorteil: Er muss für den unregelmäßigen Zwetschkenfleck ohne Zwetschken niemanden zur Kasse bitten.

Wir bleiben bei der blauen Gesinnung. Der lustige H.C. hat doch echt die Chuzpe zu Spenden für ihn und seine Anwaltsschar aufzurufen. Kein Wunder, wenn einem da auch noch die Filippa oboscht.

„Impfen ist Mord“ hat der Busfahrer auf das Display seines Verkehrsmittels schreiben müssen, weil „Entwurmen ist die Lösung und heilt alles“ ist sich platzmäßig nicht ausgegangen. Jetzt sitzt er arbeitslos daheim, dreht Däumchen und sich weiterhin die Zapferl hinten rein.

Nicht impfen lassen will sich auch ÖSV-Schiläuferin Franziska Gritsch und hat sich auch diesbezüglich öffentlich geoutet. Na wirds halt wieder Bogerlfahren auf der Hohen Wand Wiese. Wenn so was wie Schnee liegt.

Sehr wohl Schifahren dürfen alle Tiroler. Mit der Gondel hinauf auch. Wieder einmal eine wunderbare Machtdemonstration der schwarzen Liftbetreiber samt konditioniertem türkis-grünem Kniefall in der Bundeshauptstadt. Wie das Amen im Gebet.

Jetzt zu was ganz anderem. Nscho-tschi ist nicht mehr. Das kleine Schwesterl vom Winnetou ist also der nächste Beweis dafür, dass es gar nicht stimmt, dass Indianer ewig leben. Wieder ein zerstörter Bubentraum mehr.

Am 19. Dezember wollen also die Geschäfte offenhalten. Ein Sonntag, der letzte im Advent auch noch dazu. Da haben die Heiligen aber schnell mit dem Zeigefinger gedroht. Man könnte doch an diesem Tag als Kompromiss die Kirchen schliessen, oder? Es sei denn, Kurz will gerade an diesem Tag seinen Kleinen taufen lassen. Auf Conny Kurz?

Über die Dancing Stars wurde heuer auffallend viel in den Sozialen und aber auch in den Unsozielen Medien berichtet. Dass die halbgriechische Siegerin Caroline Athanisiadis mit ihrem italienischen Profipartner Danilo Campisi die ganze Zeit ein ziemlich ausgeklügeltes und hochexplosives Gemisch aus Oliven- und Kernöl sowie Carolina Reaper-Flocken, der schärfsten Chili der Welt, gefahren sind, habe ich nirgendwo gelesen, sehr wohl aber aus gut informierten Kabarettistinnenkreisen erfahren, erklärt aber alles. Sowas von Hummeln im Po! Aber voll verdient. A eche Kernölamazone halt.

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