Willys Wochenrückblick: Von Spionagegadgets, ...
 
Willys Wochenrückblick

Von Spionagegadgets, Rotztestungen und Muttertagsherzen

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Heute gibts meinen musikalishen Einstiegstipp aus dem bewährten Hause Fanta 4 und nennt sich „Einfach sein“. Wenn Sie weiterlesen, erfahren Sie warum.

Ab jetzt haben Sie wieder zwei Möglichkeiten: Entweder Sie lesen ganz normal weiter, oder Sie holen sich meinen Wochenrückblick direkt in die Ohren.

Heute muss ich ein wenig ausholen. Immer wenn Apple neue Produkte ankündigt, gerät die ganze Welt in Aufruhr um eines der heißbegehrten Stücke zu ergattern. Und zwar völlig egal was das neue Gadget kann respektive können sollte. Das war beim iPot so, beim iPhone, beim iPad und beim AirPod. Was derzeit die ganze Welt bewegt, heisst iTag und ist gedacht zur Wiederauffindung von Schlüsselbünden oder Tieren oder sonstwas. Wie zum Beispiel die eigene Ehefrau und den Verlobten im Rahmen des PCS - Partner Control System - oder Ihrer Mitarbeiter, nicht nur im Aussendienst. Wäre ja vielleicht nicht uninteressant, ob mein Kellner in seiner Pause nur eine raucht bei den Mistkübeln im Hinterhof oder meine Kassierin in der Mittagspause schnell ein längst fälliges Tinderversprechen einlöst. Im vollen Bewusstsein der momentan noch vorherrschenden Illegalität, verwehre ich mich im übrigen bis aufs Weisse meiner Augen irgend jemand damit auf etwaige Stalkerideen gebracht haben zu wollen. Aber, und das wiederum meine ich jetzt vollen Ernstes, warum wendet man dieses System nicht in Spitälern oder in Altersheimen an? Kaum finden‘s einen nicht, zack, haben‘s ihn schon. Könnte auch für Autos gelten oder für Fahrräder. Und zur Erinnerung: Bei Laufwettbewerben funktioniert‘s ja auch bereits bestens.

Apropos Laufen. Rinnende Nasen sind bei Antigentests mit Nasenbohrmethode nicht wirklich von Vorteil. Was die ältere Dame vor mir da schneuzenderweise an Taschentüchern verrotzt hat, war wahrlich nicht von schlechten Eltern. Aber vielleicht wäre das sogar Teil der Lösung - man testet nicht den Inhalt der Nase, sondern des Taschentuchs. Sofern es auch wirklich nasal verwendet wurde.

Auf dem Weg zum Grünen Pass für alle scheint es wie so oft so auch hier beim einleitendem Fanta 4-Thema „Es könnte alles so einfach sein, ist es aber nicht“ zu massiven Umsetzungsbrösel zu kommen. Mein rationaler Ansatz: Wer nachweislich einen Gummibaum im Schlafzimmer zwei Wochen lang am Leben erhalten kann, bekommt ihn automatisch für ein halbes Jahr. Wer „nur“ einen Rosmarinzweig im Glas am Küchenfenster zwei Tage frisch erhalten kann, bekommt einen TGP ausgestellt, einen temporären Grünen Pass, gültig 24 Stunden. Kann gut sein, dass sich dann doch einige mehr zur Arche Noah begeben und so für mehr Artenvielfalt sorgen. Verstehe überhaupt nicht, was es da noch zu diskutieren gibt.

Sehr wohl diskutieren könnte man die Idee eines Fleischers mit sehr ansprechendem Onlineshop, zum Muttertag mehr Herzen zu schenken, wogegen ja prinzipiell nichts einzuwenden wäre. Aber das Kilo vom Schwein um € 5,70?

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