Willys Wochenrückblick: Von Zusperrdiensten, ...
 
Willys Wochenrückblick

Von Zusperrdiensten, Zölibatessinnen und Shebapbuden

Markus Wache
Willy Zwerger
Willy Zwerger

Wird wieder einmal Zeit für eine grandiose Beatles-Reminiszenz. Und auch, weil heutzutage viele nach Hilfe schreien und auch benötigen. Freuen Sie sich auf „Help!“, live aus dem ABC Theatre in Blackpool. Wir schrieben den 7. Juli 1963.

Wir alle wissen, dass viele so genannte aktuelle Statistiken schon ein bisserl stinken, zumindest leicht zu pathologischem Odeur neigen. Das hat sehr oft mit nicht vorhandener Meldedisziplin an die Sammelstelle zu tun, mit penibler Auswertung der Daten und mit alltagstauglicher Interpretationsarbeit vor der Präsentation. Daher gibt es in Sachen Handtuchwerfen von Händlern sowie eine Zahl jenseits der 4.000 erst aus dem Jahre 2020, weil eben für das 21er-Jahr die ersten Zahlen erst am Eintrudeln sind. Aber wir können hochrechnen, und ohne viel Phantasie zu versprühen, die Anzahl derjenigen Händler, die im Vorjahr für immer zusperren mussten, wird keine geringere sein.

Ähnliches in Irland. Dort ging es jedoch nicht um das Sterben der Händler, sondern um das Sterben der Priester. Denn nicht weniger als 20 Prozent der frommen Priesterschar ist 2021 unnachbesetzt verstorben. Es fehlt also - wie so oft und auch bei uns - an Nachwuchs, wobei der altbekannte Ruf nach Priesterkindergärten und Pfarrerlehren wieder einmal stetig lauter wird. Die, die nicht gestorben sind, aber dennoch nicht mehr dabei sind, halten es zumeist mit dem Kindberger Pfarrer. Dornenvögelgleich Frau kennengelernt, verliebt, zack, Amt niedergelegt um mit der Zölibatessin ein neues Leben begonnen. Damen statt Amen.

Am verwichenen Dienstag wollte ich mir auf ORF2 die Universum-Folge mit den Tieren, die sich mittels umgeschnallter Kamera gegenseitig filmen, ansehen. Als man jedoch die Kamerafahrt von Thomas Sykora beim Nachtslalom in Schladming zeigte, brauchte ich eine Weile um zu merken, dass ich mich auf ORF1 befand.

In Baltimore pflanzte man einem Mann ein Schweineherz ein und löste damit eine kulinarische Debatte aus. Nämlich dahingehend, ob das ein Startschuss zur Legalität von Kannibalismus sei. Zumindest für Innereienliebhaber.

Das diese Woche Erfreuliche: Die Diebstahlquote bei eAutos ist stark gesunken. Es hat sich nämlich auch in diesen Kreisen längst herumgesprochen, dass man nicht weit kommt beim ultimativen Flüchten.

Abschließend ein Blick auf die Haustiersucht der Österreicher. Die Tatsache, dass für Petfood mehr ausgegeben wird wie für Babykost, ist ja hinlänglich bekannt. Relativ unbekannt sind die kulinarischen Auswüchse alleine für Katzen. Da gibt es neben superben Suppen auch feine Häppchen mit Topping und neuerdings auch eigene Leckerlibuden für das kleine Gutzi zwischendurch. Irgendwie drängt sich da der Ruf nach Döner Shebap-Ständen, Kitkatz to go-Ecken und Whiskaaaas-Läden auf.

Ach ja, Impfpflicht erst ab 18. Uhr, Grad oder IQ?

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