Gfk Austria GmbH: Wird das ein Fest
 
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Die ÖsterreicherInnen lieben Weihnachten. Immerhin 82 Prozent bezeichnen sich als Weihnachtsenthusiasten© Foto: chocolat01/pixelio.de
Die ÖsterreicherInnen lieben Weihnachten. Immerhin 82 Prozent bezeichnen sich als Weihnachtsenthusiasten© Foto: chocolat01/pixelio.de

Durchschnittlich 446 Euro, rund 50 Euro mehr als im Vorjahr, werden die ÖsterreicherInnen für Weihnachtsgeschenke dieses Jahr laut einer repräsentativen Umfrage von GfK Austria ausgeben.

Herr und Frau Österreicher sind sich einig: Weihnachten ist eine schöne Zeit im Jahr. Sechs von zehn Befragten empfinden Weihnachten als eine besinnliche Zeit und genießen es, auf Christkindlmärkte zu gehen.

Auch was dieses Jahr unter dem Christbaum zu finden sein wird, hat sich jeder Dritte schon überlegt. Vor allem Frauen haben sich bereits jetzt Gedanken gemacht was Sie zu Weihnachten verschenken werden. Bücher & Zeitschriften(abos), Spielwaren sowie Gutscheine führen die Liste der Weihnachtsgeschenke an. Durchschnittlich werden 2011 446 Euro ausgegeben. So die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Thema Weihnachten mit 500 Österreichern, die von GfK Austria vom 7. bis 13. November 2011 durchgeführt wurde.

Top Geschenke 2011: Bücher & Zeitschriften(abos), Spielwaren und Gutscheine



Die Österreicher sind bei den Weihnachtsgeschenken für das diesjährige Fest wenig einfallsreich. Wie in den Vorjahren sind Bücher bzw- Zeitschriften(abonoments), Spielwaren und Gutscheine die Renner. 48 Prozent der Beschenkten werden unter dem Christbaum Bücher bzw. Zeitschriften(abonnements) finden, dicht gefolgt von Spielwaren (47 %) und Gutscheinen (46 %).

Der Gutschein erlebt 2011 sogar ein Comeback. Rangierte er im Vorjahr nur auf Rang 4 der Geschenkehitparade, schafft er es dieses Jahr wieder unter die Top 3 mit einem Plus von sechs Prozent. Parfumartikel und Multimediaartikel können heuer ebenso einen Anstieg verzeichnen. Weniger oft geschenkt wer-den hingegen Elektro-/Elektronikartikel. Dazu GfK Expertin Magdalena Öberseder: „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl derer, die Gutscheine verschenken, noch ansteigt, ist relativ hoch. 39 Prozent der Österreicher haben sich ja noch keine Gedanken gemacht, was sie verschenken werden. Je näher Weihnachten rückt, desto größer ist der Druck, etwas Passendes zu finden. Und dann ist der Gutschein für viele die optimale Alternative.“

Durchschnittlich 446 Euro für Weihnachtsgeschenke



Eurokrise hin oder her planen die Österreicher für 2011 mehr auszugeben - sprich die Krise trübt die Weihnachtsstimmung und die Spendierfreudigkeit kaum. Im Gegenteil die Ungewissheit über die wirtschaftliche Entwicklung des nächsten Jahres scheint die Österreicher zu bewegen dieses Jahr noch einmal mehr für Geschenke auszugeben. Geschenkt wird jedenfalls heuer gerne und dementsprechend greifen Herr und Frau Österreicher ruhig tiefer in die Geldbörse. Der Geldbeutel für die Weihnachtseinkäufe ist durchschnittlich um ca. 50 Euro mehr gefüllt als in der Vergangenheit (Vergleich durchschnittliche Ausgaben für Weihnachtsgeschenke 2010: 396 Euro und 2009: 390 Euro).

Allerdings lässt sich der Trend beobachten, dass Männer Weihnachten 2011 (mit 442 Euro) weniger ausgeben als Frauen (mit 448 Euro). Unter den Spitzenreitern finden sich die 50 bis 59 jährigen des Landes, die bereit sind insgesamt 612 Euro auszugeben. Auch die Omas und Opas des Landes greifen mit durchschnittlich 542 Euro tief in die Tasche. Besonders spendierfreudig sind Oberösterreicher und Salzburger, die im Schnitt 502 Euro ausgeben, während Tiroler und Vorarlberger mit durchschnittlich 341 Euro zu den sparsameren Kon-sumenten zählen. Trotz der Spendierfreudigkeit schaut ein Viertel in Österreich auch aufs Geldbörserl: 24 Prozent der Bevölkerung geben an, in diesem Jahr bei Geschenken weniger ausgeben zu wollen als im Vorjahr.

Klassischer Handel beim Einkauf weiterhin Nummer 1



Weihnachtsgeschenke werden wie eh und je auf die herkömmliche Weise besorgt. 93 Prozent der Österreicher kaufen ihre Geschenke persönlich im Geschäft. Das Einkaufen der Geschenke im Internet weist aber weiterhin einen steigenden Trend auf. Haben 2009 48 Prozent der Befragten ihre Geschenke online gekauft, kaufen 2011 55 Prozent online ein. Vor allem Männer und Konsumenten im Alter von 18 bis 49 Jahre kaufen häufiger online ihre Geschenke. Rund ein Viertel der Österreicher besorgt dieses Jahr die Geschenke am Christkindlmarkt und ein Fünftel (vor allem Frauen) vertraut auf ihre eigenen handwerklichen und kreativen Fähigkeiten und bastelt die Geschenke für ihre Lieben selber.

Weihnachten und der LEH



Die Weihnachtszeit gereicht auch dem Lebensmittelhandel nicht zum Nachteil. In der Weihnachtszeit steigen die Ausgaben für Fast Moving Consumer Goods (FMCG) um 25 Prozent. Zu den Gewinnerkategorien zählen dabei Getränke (Sekt, Wein, Spirituosen), Frische- und Körperpflegeprodukte sowie Schokoladen. Insbesondere bei Körperpflegeprodukten und Getränken steigt die Nachfrage nach Premium- und Markenprodukten, zunehmend gerne gekauft werden dabei generell Produkte im Angebot.
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