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Aktualisiert (2)

Wird Meinl am Graben ein Fast Food Tempel?

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Seit geraumer Zeit ist die Gerüchteküche über den Verkauf des Wiener Gourmettempels Meinl am Graben am Dampfen und will und will nicht verstummen.

Obzwar sämtliche involvierte Personen ob der Absurdität besagten Verkaufs entrüstet die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, die Energie, mit der die Meldungen rund um einen Verkauf des Meinl am Graben am Laufen gehalten werden, scheint täglich neue Nahrung zu bekommen.

Auf der einen Seite aus Gourmetkreisen, die um eines der besten Restaurants Wiens fürchten und auf der anderen Seite aus LEH-Kreisen, da ja der Gourmettempel sowohl der Spar als auch der Rewe perfekt ins Konzept passen müsste. Hiezu gesellt sich dann noch das auch nicht von der Hand zu weisende Gerücht, Julius Meinl V wolle sich nun auch vom letzt verbliebenen Teil des einst so mächtigen Handelsimperiums trennen und an eine Fast Food Kette verkaufen.

Sowohl seitens der Spar als auch seitens Rewe weiß man offiziell von nichts, spricht man von grundlagenentbehrenden Gerüchten.

Auch die Meinl am Graben-Geschäftsführer Herbert Vlasaty und Udo Kaubek weisen jegliche Verkaufsabsichten zurück. "Es besteht keinerlei Absicht, das Lebensmittelgeschäft Meinl am Graben oder das gleichnamige Restaurant zu verkaufen oder zu schließen. Im Gegenteil, wir sind weiterhin sehr expansiv unterwegs", erklärt Vlasaty mit Blick auf die Franchise-Aktivitäten seines Hauses gegenber CASH. Ein Franchisevertrag mit einem Partner in Dubai für den gesamten arabischen Raum ist bereits abgeschlossen. Zwei weitere Franchiseverträge sind ausverhandelt und sollen in Kürze unterzeichnet werden. Ebensowenig könne von einem schleppenden Geschäftsgang am Standort Graben die Rede sein. "Allenfalls entwickle sich das Geschäft zur Zeit etwas verhaltenener, was angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes sowie auf Grund der im Gang befindlichen Umbauaktivitäten am Graben aber nicht weiter verwunderlich ist", erklärt Vlasaty. Bei den Stammkunden verzeichne Meinl am Graben seinen Worten zufolge hingegen keinerlei Veränderung der Einkaufsfrequenz.
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