Wirtschaftskammer Wien: Keine Wirtschaft ohne...
 
Wirtschaftskammer Wien

Keine Wirtschaft ohne Frauen

Manfred Trinkl
v. l. n. r. Maria Denich-Kobula, Erika Pluhar, Caroline Athanasiadis, Virginia Ernst, Lizz Görgl, Andrea Buday, Jasmin Dolati, Doris Wendler beim Symposium "Wir Frauen gestern/heute/morgen" im Haus der Wiener Wirtschaft.
v. l. n. r. Maria Denich-Kobula, Erika Pluhar, Caroline Athanasiadis, Virginia Ernst, Lizz Görgl, Andrea Buday, Jasmin Dolati, Doris Wendler beim Symposium "Wir Frauen gestern/heute/morgen" im Haus der Wiener Wirtschaft.

Vertreterinnen aus Wirtschaft, Kultur und Sport diskutierten gestern beim Symposium "Wir Frauen gestern/heute/morgen", im Vorfeld des Weltfrauentags, warum es mit der Gleichstellung noch immer nicht klappt.

Am 25. Februar war dieses Jahr in Österreich der Equal Pay Day, also der Tag, bis zu dem Frauen im Sinne der Pay Gap quasi gratis arbeiten. Aber auch sonst klappt es mit der Gleichstellung noch nicht ganz, so sind Frauen in der Wirtschaft, in Führungs- und Managementpositionen ebenfalls unterrepräsentiert. Genau das war auch das Thema des Symposiums "Wir Frauen gestern/heute/morgen", das gestern im Haus der Wiener Wirtschaft stattfand. "Mehr als 60.000 Unternehmen werden von Frauen geführt, Tendenz steigend. Trotzdem sind Frauen in der Wirtschaft immer noch unterrepräsentiert. Wir wollen das ändern“, sagt Denich-Kobula, Vorsitzende des Netzwerks „Frau in der Wirtschaft“-Wien am Podium. Ihre Mission: mit den drei Schwerpunkten Digitalisierung, Infos zur Vermeidung von Altersarmut und Bildung wieder große Schritte in Richtung Gleichstellung gehen und so den Selbstwert von Frauen stärken. Themen, die auch die Diskussion prägten.

Mit ihr am Podium, das von Radio-Wien Programmchefin Jasmin Dolati moderiert wurde, saßen Vertreterinnen aus Wirtschaft, Kultur und Sport, die den Frauen Mut machen wollen:
  • Doris Wendler (Vorstandsdirektorin bei der Wiener Städtischen Versicherung)
    „Obwohl wir schon weit gekommen sind, gibt es noch viel zu tun. Deshalb setzen wir uns in der Wiener Städtischen jeden Tag im Jahr für Frauen ein und achten darauf, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, damit Frauen Familien und Karriere miteinander vereinbaren können."

  • Lizz Görgl (ehemalige Skirennläuferin)
    "Gleichberechtigung ist das Zeichen einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft, Leistung gilt für alle gleich – also sollte auch gleicher Lohn für alle gelten. Dafür müssen wir aufstehen und kämpfen."

  • Virginia Ernst (Singer/Songwriterin und ehem. Eishockey-Profi)
    "Es ist an der Zeit, alle gleich zu behandeln. Unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Darauf muss man immer wieder aufmerksam machen. Und wir müssen die Männer mit ins Boot holen. Nur mit ihnen gemeinsam wird sich die Situation bessern."

  • Caroline Athanasiadis (Kabarettistin von Kernölamazonen)
    "Wir unterstützen den Weltfrauentag, bis es ihn nicht mehr braucht. Wir müssen Mut haben und den Spaß am Scheitern. Denn dann lernt man. Wir dürfen keine Angst haben, die Schönheit zu verlieren, wenn wir scheitern."

  • Andrea Buday (Journalistin bei Echo Verlag).
    "Wir Frauen können vieles besser. Man muss die Stärken stärken, jeder immer wieder sagen, dass sie toll und wunderbar ist. Dann ist sie es auch. Denn Erwartungshaltungen werden erfüllt."

Erika Pluhar, die ihren 81. Geburtstag feiert, eröffnete das Symposium mit einer Lesung aus einem ihrer Essays und ihrem Lied "Frau lauf weg", welches das Publikum bewegte.

Die Veranstaltung war gleichzeitig eine Art Auftakt zum kommenden Weltfrauentag am 8. März. An diesem Tag findet auch das Konzert #WearestarkeStimmenstarkeFrauen von Initiatorin Virginia Ernst und anderen österreichischen Künstlerinnen statt. Der Reinerlös geht an das Projekt "Rechtsschutz für Frauen und Kinder" von Licht ins Dunkel. Alle Infos zum bevorstehenden Event sind unter #WEARE zu finden.
stats