WKO: Fällt mit der Impfpflicht 2G im Handel?
 
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Fällt mit der Impfpflicht 2G im Handel?

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Mit 1. Februar wird die Corona-Impfung in Österreich verpflichtend. Die WKO sieht dies als guten Zeitpunkt, um die Kontrollen im Non-Food-Handel auslaufen zu lassen.

"Da die Impfpflicht überall gilt, wäre es ein rechtlicher Widerspruch in sich, sie punktuell im Handel zu kontrollieren. Auch die epidemiologische Sichtweise spricht für die Abschaffung der 2G-Pflicht im Handel, gilt dort für alle Konsumentinnen und Konsumenten doch ohnehin eine grundsätzliche Maskenpflicht, deren Einhaltung das Infektionsrisiko fast zur Gänze ausschließt", sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Kontrollen habe der Handel mitgetragen, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Kritik gab es dennoch: Die Überprüfungen seien umständlich, die Mitarbeiter hätten ohnehin genug zu tun und manche Kunden würden aggressiv reagieren. Außerdem werden die Kontrollen als Schlüsselfaktor zum Frequenzrückgang genannt.

Unterstützung für die Forderung gibt es vom Handelsverband. Dessen Geschäftsführer Rainer Will: "Wir wollen keine Spaltung der Gesellschaft, sondern einen Handel, der für alle Kundinnen und Kunden da sein darf. Daher fordern wir Aufhebung der 2G-Regelung in den Geschäften allerspätestens mit Einführung der Impfpflicht am 1. Februar."

Ob es Pläne seitens der Regierung gibt, die 2G-Regelung im Handel mit der Impfpflicht abzuschaffen, ist nicht bekannt. Unwahrscheinlich ist das Ende der Kontrollen mit dem Stichtag 1. Februar, da die angestrebte Immunisierung der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden sein wird. Für ein gültiges 2G-Zertifikat sind zwei Impfungen notwendig. Bei der Immunisierung mit Johnson & Johnson gilt das Zertifikat 22 Tage nach dem Termin, bei anderen Impfstoffen bereits ab dem Impftermin. Genauere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

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