WKO: Schwierige Lohnrunde im Herbst
 
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Schwierige Lohnrunde im Herbst

geralt - pixabay.com
Handshake: Derzeit generell schwierig, bei den KV-Verhandlungen im Herbst umso komplizierter.
Handshake: Derzeit generell schwierig, bei den KV-Verhandlungen im Herbst umso komplizierter.

Unter dem Motto "Wünsch dir was, spielt es heuer nicht" bereitet sich der WKO-Handelsobmann Rainer Trefelik auf komplizierte KV-Gespräche vor.

Einfach sind die Verhandlungen rund um den Kollektivvertrag nie, doch dieses Jahr steht der Handel coronabedingt vor vielen Herausforderungen, wodurch die Gespräche noch schwieriger werden. Die Forderungen der Gewerkschaft nach höheren Gehältern, besonders für Mitarbeiter des "essenziellen Handels", sind nicht neu, doch WKO-Handelssparten-Obmann Rainer Trefelik meint: "Wir werden differenzieren müssen. Die Variante, dass wir nicht alle in einen Topf schmeißen, der kann ich viel abgewinnen. Es ist gut, wenn man neue, kreative Wege geht."

An eine einheitliche Lösung sei nicht zu denken, da der LEH etwa anders vom Lockdown betroffen war als der Modehandel. Als pragmatische Lösung verweist die WKO auf das Jahr 2009, wo die Beschäftigten der Metallindustrie eine einkommensunabhängige Einmalzahlung von 100 bis 250 Euro erhielten. Die Arbeitnehmervertreter sehen eine solche Kompensation als attraktive Option.

Trefelik zeigt sich jedoch konservativ: "Wünsch dir was, spielt es heuer nicht. Wir wollen die Arbeitsplätze behalten", sagt er und verweist darauf, dass sich noch jeder zehnte Handelsangestellte in Kurzarbeit befindet. Weiter heißt es: "Die größte Hoffnung ruht auf einer medizinischen Lösung des Corona-Problems. Solange wir keine medizinische Lösung haben, ist der Rest nur Symptombekämpfung. Es nutzt nichts, wenn die Regierung ein Pflaster darauf tut."

Dem Vorschlag einer Vier-Tage-Woche kann der Obmann nichts abgewinnen: "Wir müssen wieder anpacken und ich halte nichts von einer Vier-Tage-Woche." Der Handel brauche laut ihm nun alles, was für eine Aufbruchsstimmung sorgen kann. 
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