Vatertag: Auch Vatertag kurbelt Verkauf an
 
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Wirtschaftskammer und Handelsverband erwarten Ausgaben in der Höhe von bis zu 150 Millionen Euro zum Vatertag. Im Durchschnitt geben Konsumenten rund 56 Euro für ein Geschenk zum Vatertag aus - das sind pro Kopf 17 Euro weniger, als am Muttertag.

Nach dem Muttertag wird auch der Vatertag ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor für den österreichischen Einzelhandel, wenn auch auf niedrigerem Niveau. Jeweils 44 Prozent der Männer und Frauen wollen am 12. Juni ein Geschenk überreichen und geben dabei im Schnitt etwa 46 Euro aus. Das sind laut Erhebungen der KMU Forschung Austria vier Euro weniger als für den Muttertag. Gleichzeitig beabsichtigen 17 Prozent der Befragten, mehr Geld ausgeben als noch im Vorjahr, nur 10 Prozent planen weniger Budget ein. Insgesamt rechnet man mit Ausgaben von 140 Millionen Euro. 


Ganz oben auf der Skala der beliebtesten Geschenke stehen Süßigkeiten, Schokolade und Pralinen (25 %), aber auch Selbstgemachtes und Bier beziehungsweise Spirituosen stehen hoch im Kurs. Abseits des Lebensmitteleinzelhandels sind an diesem Tag auch Restaurantbesuche geplant.

Bundesländervergleich

Der Handelsverband hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake erhoben: Insgesamt 57 Prozent der 1.004 Befragten werden den eigenen Vater am 12. Juni mit Geschenken überraschen. Während sich die geplanten Pro-Kopf-Ausgaben in Wien, Oberösterreich und Salzburg auf 63 Euro belaufen, finden sich in Niederösterreich und dem Burgenland mit 47 Euro die sparsamsten Schenker. Dazwischen liegen die Bundesländer Steiermark und Kärnten mit 49 Euro, sowie Tirol und Vorarlberg mit 55 Euro. Daraus ergibt sich ein bundesweiter Schnitt von 56 Euro. 

In der Wirtschafskammer Wien nimmt man "durchaus spürbare Verschiebungen" wahr, wie Margarethe Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien bestätigt. "Die Wiener Schenker geben durchschnittlich ein Viertel mehr für Geschenke aus als noch letztes Jahr." Die Erklärung: Zwar werden heuer nur rund 4 von 10 Wienern (2021: 5 von 10) den Vatertag im Familienkreis feiern, allerdings wollen diese dann im Schnitt mit 61 Euro mehr ausgeben (2021: 48 Euro). Auch kommt in der durch die WK Wien in Auftrag gegebene Konsumentenbefragung der KMU Forschung heraus, dass in diesem Jahr auch gerne zu Nützlichem wie Grillutensilien, Werkzeug oder auch Tankgutscheinen gegriffen wird. "Die Menschen schenken durchaus praktisch und pragmatisch. Viele Käufe wurden wegen der Pandemie länger aufgeschoben. Und der Vatertag wird jetzt zum Anlass genommen, um etwas zu schenken, das Freude macht und gleichzeitig nützlich ist. Da greifen die Schenker mitunter durchaus tiefer in die Geldbörse", erklärt Gumprecht.
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