WKÖ: Die Lehrlingszahlen steigen
 
WKÖ

Die Lehrlingszahlen steigen

stockpics - stock.adobe.com

Die österreichischen Betriebe haben 2022 mehr Lehrlinge ausgebildet als im Vorjahr.

Insgesamt befanden sich mit Jahresende 2022 laut Wirtschaftskammer rund 108.200 Lehrlinge in 27.300 Lehrbetrieben in Ausbildung. Im vergangenen Jahr gab es mit rund 32.000 Lehranfängern auch wieder einen starken Zuwachs von rund 8 Prozent. Die führende Sparte in der Lehrlingsausbildung ist das Gewerbe und Handwerk mit rund 47.000 Lehrlingen, gefolgt von der Industrie (16.400 Lehrlinge) und dem Handel mit etwa 15.200 Lehrlingen.

Handel sucht intensiv nach Lehrlingen

Wenn es nach den meisten Unternehmen geht, würden weitaus mehr Jugendliche eine Ausbildungschance erhalten. Denn die Nachfrage nach Lehrlingen ist weiterhin sehr groß. Im Jahresschnitt 2022 konnten die Betriebe schätzungsweise 11.000 Lehrstellen nicht besetzen, da es nicht genug Bewerber gab. Die heimischen Händler suchen beispielsweise seit Jahren intensiv nach neuen Lehrlingen. Heuer haben sowohl die Spar und die Rewe Group in Österreich nach eigenen Angaben jeweils 900 Lehrstellen zu vergeben. Hofer sucht in diesem Jahr 185 und Lidl 120 neue Lehrlinge. Die Händler buhlen allesamt mit Prämien und Weiterbildungsmöglichkeiten um junge Nachwuchskräfte. dm drogerie markt kündigte im November an, seinen Lehrlingen ab heuer um rund 30 Prozent mehr zu bezahlen. 

"Die Lehre hat die Corona-Delle hinter sich gelassen und trotz Energiekrise behaupten sich die Ausbildungszahlen. Das ist ein gutes Zeichen für den heimischen Fachkräftestandort. Unsere Ausbildungsbetriebe setzen damit die beste Zukunftsinvestition. Denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in großer Zahl, um die Energie-, Mobilitäts- und Klimawende zu schaffen", sagt Mariana Kühnel, stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 

stats