Branchenradar.com: Würstelstand adieu?
 
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Würstelstand adieu?

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Die Fast-Food-Systemgastronomie wuchs in Österreich im Jahr 2017 absatzseitig um sechs Prozent. Gleichzeitig ging das Sterben der Imbissstände weiter.

Nach einer leichten Umsatzdelle im Jahr 2016 wuchs der österreichische Fast-Food-Markt im vergangenen Jahr wieder robust um 5,1 Prozent gegenüber Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2017 1,16 Milliarden Euro umgesetzt, etwa zwei Drittel davon war auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Zahlen und Schlussfolgerungen entstammen einer Untersuchung von Branchenradar.com.

Angeschoben wurde der Markt allerdings primär von der Systemgastronomie, also Anbietern wie McDonald’s, Burger King, Subway und Co. Denn während die Systemgastronomie die Erlöse um 6,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 896 Millionen Euro ausweitete, erhöhte sich im vergangenen Jahr der Umsatz bei Würstelständen im Durchschnitt nur um 0,9 Prozent gegenüber Vorjahr, bei Ethnik-Imbissen (Kebab, Pizza, asiatische Küche) um plus 1,8 Prozent. Dementsprechend kletterte der Umsatzanteil der Systemgastronomie auf 77 Prozent. Tendenz weiter steigend.

Abgesehen von einem vergleichsweise geringeren Preisauftrieb, war die relativ flache Entwicklung der Imbisse nicht zuletzt auf die anhaltend sinkende Anzahl an Betriebsstätten zurückzuführen. Bereits zwischen 2012 und 2016 sank diese um fast zehn Prozent, im vergangenen Jahr nochmals um zwei Prozent gegenüber Vorjahr auf nunmehr 1.511 Standorte. In den letzten fünf Jahren wurden österreichweit fast 200 Imbisse geschlossen (Saldo). Und längst trifft es nicht mehr nur die klassischen Würstelstände, auch Ethnik-Imbisse kommen unter Druck.

Die Gründe für die Standorterosion sind vielfältig und reichen von der Registrierkassenpflicht bis hin zu einem wenig innovativen Angebot. Speziell Letzteres drängt Imbisse immer mehr in die Defensive. Denn während die Systemgastronomie mit rollierenden „Speisekarten“ für zusätzliche Kaufimpulse und eine konstant hohe Gästefrequenz sorgt, haben Imbisse zumeist ganzjährig das gleiche Speisenangebot. Das mag da oder dort auch ausreichen, alles in allem kostet es den Imbissen aber Umsatz.
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