WWF: WWF will Fleischrabatte verhindern
 
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WWF will Fleischrabatte verhindern

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Der WWF Österreich scheut nicht davor zurück, die Preise von Billigfleisch mit "Junk-Food" wie Schokolade, Chips oder Tiefkühlpizza zu vergleichen. © WWF
Der WWF Österreich scheut nicht davor zurück, die Preise von Billigfleisch mit "Junk-Food" wie Schokolade, Chips oder Tiefkühlpizza zu vergleichen. © WWF

Die Umweltschutzorganisation fordert, dass der Verzicht auf Rabattaktionen für Fleisch im Fairnesskatalog des Lebensmitteleinzelhandels festgeschrieben wird.

Im Zeitraum vom 17. Jänner bis heute hat der WWF Österreich eine Analyse von Rabattaktionen in österreichischen Supermärkten durchgeführt. Einzelne Produkte, wie etwa Schweinsschnitzel oder gemischtes Faschiertes, sind fast dauerhaft stark rabattiert, Preisnachlässe um bis zu minus 50 Prozent keine Seltenheit. "Ein ganzes Huhn um 2 Euro, ein Kilo Schweinefleisch um weniger als 5 Euro oder ein Kilo Spareribs um weniger als 4 Euro – ein umwelt- und tierfreundlicher Betrieb ist mit derart niedrigen Preisen nicht aufrechtzuerhalten", sagt dazu Helene Glatter-Götz, Expertin für nachhaltige Ernährung beim WWF Österreich.

Der WWF Österreich scheut auch nicht davor zurück, die Preise von Billigfleisch mit "Junk-Food" wie Schokolade, Chips oder Tiefkühlpizza zu vergleichen (siehe Chart) und kommt zu dem Schluss, dass die "Wertigkeit von Fleischprodukten völlig verzerrt" wird.

Konkret fordert der WWF Österreich, den Verzicht auf Rabattaktionen für Fleisch im Fairnesskatalog des Lebensmitteleinzelhandels festzuschreiben. "Falls es hier zu wenig Bewegung gibt, müssen Umwelt-, Gesundheits- und Wirtschaftsministerin eine abgestimmte gesetzliche Lösung erarbeiten", betont Glatter-Götz. "Politik und Handel sind gefordert, eine klima- und umweltfreundliche Ernährung stärker zu unterstützen. Bewusstseinsbildung ist auch wichtig, aber das Zurückdrängen von Billigfleisch darf nicht nur auf die Verantwortung der Konsumenten abgewälzt werden".
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