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WKO / FV der Lebensmittelindustrie

Zucker: Kritik am ORF

Cornelia Menichelli / pixelio.de
Böse oder nicht böse: Zucker © Cornelia Menichelli / pixelio.de
Böse oder nicht böse: Zucker © Cornelia Menichelli / pixelio.de

Der Fachverband der Lebensmittelindustrie kritisiert den aktuellen Themenschwerpunkt „Zucker – das süße Gift“ des ORF und wünscht sich eine ausgewogene Berichterstattung.

„Zucker per se ist weder Droge noch Auslöser von Erkrankungen noch wird er in Lebensmitteln in Täuschungsabsicht ‚versteckt‘ – wahr ist vielmehr: Zucker ist ein essentieller Energielieferant für unseren Körper und auf den Etiketten genau ausgewiesen. Für ein gesundes Leben kommt es freilich auf einen gesunden Lebensstil insgesamt an. Dazu zählen auch eine maßvolle und ausgewogene Ernährungsweise und ausreichend Bewegung”, sagt Katharina Koßdorf, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie.

Fundierte Informationen über Lebensmittel seien wichtig, damit die Konsumenten mehr über Qualität, Sicherheit und den Genuss von Lebensmitteln erfahren, so Koßdorf weiter in einer Aussendung, und sie listet die Themen auf:

• Zucker sei ein wichtiger Energielieferant, er gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und kommt in vielen Lebensmitteln natürlich vor, etwa in Obst und Gemüse.

• Zucker per se mache weder dick noch zuckerkrank: Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen seien in der modernen Gesellschaft häufig, weil „ein Mix aus ungesunder Ernährungsweise, Stress, genetischer Disposition, Schlafmangel und vor allem mangelnder Bewegung“ dazu führe.

• Übergewicht sei insbesondere die Folge eines Ungleichgewichts von Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch: Wird dem Körper mehr Energie zugeführt, als dieser verbraucht, entsteht Übergewicht. Zucker trage zur Kalorienaufnahme ebenso bei wie der Verzehr anderer Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiße. Die Konzentration auf einen einzelnen Nährstoff sei daher falsch.

• Die Etiketten zuckerhaltiger Nahrungsmittel informieren über alle Nährstoffe. Zucker ist auf der Verpackung ausgewiesen. Seit den 1970er-Jahren geben die Hersteller auf der Verpackung an, wie viel an Fett oder Zucker in den Produkten enthalten ist. Wird Zucker bei der Herstellung eines Lebensmittels verwendet, ist er in der Zutatenliste angegeben. Dort ist er als „Zucker“ oder mit seinem spezifischen Namen je nach Art des Zuckers (zB Fruktose für Fruchtzucker) deklariert.

• Die Bekämpfung von Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes sei eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Die Lebensmittelwirtschaft nehme ihre Verantwortung in diesem Kontext sehr ernst und stelle insbesondere umfassende Informationen über Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Lebensmitteln sowie ein breites Produktangebot zur Verfügung.

Die Aussendung verweist abschließend auf folgende Informationsquellen über Kohlenhydrate und Zucker: http://www.oege.at/, http://www.dge.de/, http://www.forum-ernaehrung.at/
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