zukunft.lehre.österreich: 2.000 Euro pro neue...
 
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2.000 Euro pro neuem Lehrling

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Mit einer Finanzspritze möchte die Regierung rund 10.000 gefährdete Lehrstellenplätze retten.

Um die Auswirkungen der Coronakrise auf die Lehrlingsausbildung zu mindern, wurde ein branchenübergreifendes Förderprogramm vorgestellt: 2.000 Euro pro Lehrling, der zwischen 16. März und 31. Oktober 2020 angestellt wurde oder wird gibt es für ausbildende Unternehmen. DDr. Werner Steinecker, Präsident von zukunft.lehre.österreich, dazu: "Es ist ein ganz wesentliches Zeichen, das Bundeskanzler Kurz und die Regierung hier gesetzt haben. Wir freuen uns, dass unser Vorschlag in die Tat umgesetzt wird. Gerade vor dem Hintergrund des bereits jetzt schon stark spürbaren Fachkräftemangels, der sich ohne eine Förderung noch weiter vergrößern würde, gibt das Paket vielen Unternehmen wieder Hoffnung."

Dem fügt Steinecker hinzu: "Wir dürfen trotz der angespannten Lage die Zukunft nicht aus den Augen verlieren. Daher rufen wir zu einem nationalen Schulterschluss aller Unternehmen auf, im Sinne der Fachkräfte der Zukunft, auch weiterhin auf die duale Ausbildung zu setzen und Lehrlinge auszubilden. Sie sind die Basis unseres künftigen wirtschaftlichen Erfolges."

Die ÖGB sieht den Bonus skeptisch und sieht darin keinen Ersatz für eine Ausbildungsoffensive. "Wir werden sehen, ob diese Maßnahme wirklich greift. Bisher haben Lehrlingsstellenförderungen für Unternehmen nicht automatisch zu mehr Lehrstellen geführt. Insgesamt kann es also nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein", sagt Sumit Kumar, Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft vida. Sein Vorschlag: "Wir stellen uns einen Topf mit 140 Millionen Euro für 2020 mit Geld aus dem Insolvenz-Entgelt-Fonds sowie Geld vom Bund vor. Eine Modernisierung- und Digitalisierungsoffensive im Lehrlingsausbildungssektor ist unumgänglich – genauso wie eine Reform des Bestbieterprinzips für staatliche Ausschreibungen mit Augenmerk für das Ausbilden von Lehrlingen."
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