Spar: Zum fünften Mal in Folge Wachstumssiege...
 
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Zum fünften Mal in Folge Wachstumssieger

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2014 wuchs der Geschäftsbereich Lebensmittel Inland um 2,0 Prozent. ©Spar
2014 wuchs der Geschäftsbereich Lebensmittel Inland um 2,0 Prozent. ©Spar

Im 60. Jahr des Bestehens wuchs der konsolidierte Bruttoumsatz im Geschäftsbereich Lebensmittelhandel Inland um 2,0 Prozent auf 5,23 Milliarden Euro. Dies liegt deutlich über dem Branchenwachstum, das laut Nielsen 2014 nur 0,3 Prozent beträgt.

Dr. Gerhard Drexel, Spar-Vorstandsvorsitzender, kommentiert die Ergebnisse: „Unser 60. Jubiläumsjahr war ein turbulentes und gleichzeitig sehr erfolgreiches Jahr: das fünfte Jahr in Folge Wachstumsführer in Österreich, überdurchschnittliches Umsatzwachstum auch im benachbarten Ausland sowie bei Hervis, Expansion durch den Bau von neuen, topmodernen Shopping-Centern durch unsere Tochtergesellschaft SES."

Hohe Investitionen



Der Brutto-Verkaufsumsatz der Spar Österreich (inkl. der selbstständigen Spar-Kaufleute, ohne Hervis) stieg im Jahr 2014 auf 5,91 Mrd. Euro, was ein Wachstum von 1,9 Prozent zum Vorjahr bedeutet. 2014 stemmte die Spar Österreich-Gruppe wie schon in den Vorjahren ein hohes Investitionsvolumen von rund 450 Mio. Euro. Etwa die Hälfte des Volumens wurde im Inland, die andere Hälfte im Ausland, in Modernisierungen, Renovierungen, Um- und Neubauten investiert. Auch für 2015 ist ein ähnlich hohes Investitionsvolumen geplant.

Die Gesamtanzahl der Spar-, Eurospar- und Interspar-Standorte sank leicht von 1.607 (2013) auf 1599 (2014). Davon sind 1.150 Spar-Supermärkte, 50 Spar-Gourmet, 179 Eurospar-Märkte, 62 Interspar-Hypermärkte, sieben Maximärkte, 60 Restaurants und 91 Spar express Tankstellenshops. 37 Märkte wurden neu eröffnet und rund 120 modernisiert.

Nachwuchs bei Kaufleuten gesichert



Die selbstständigen Kaufleute stellen eine wichtige und starke Säule innerhalb der Spar-Österreich-Gruppe dar: Per Ende 2014 wurden 774 Standorte von Kaufleuten geführt. Auch konnten neue große Einzelhandelspartner gewonnen werden, wie zum Beispiel die Raiffeisen Lagerhaus Genossenschaft Zwettl. Seit 2. Jänner 2015 werden die 18 Standorte von der Spar-Zentrale St. Pölten mit Lebensmitteln beliefert.

Lebensmittelhandel Ausland (ASPIAG)



Spar Österreich betreibt derzeit in den vier Nachbarländern Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien 1021 Spar- und Eurospar-Märkte und 95 Interspar-Hypermärkte. Insgesamt erzielten die Landesorganisationen einen Gesamtumsatz von 4,50 Mrd. Euro. Dies ist ein Umsatzwachstum von 3,2 Prozent (wechselkursbereinigt; bzw. +1,8 Prozent mit Wechselkursveränderungen), trotz der teilweise sehr herausfordernden Bedingungen, wie etwa die schwierige Gesetzeslage und die anhaltend niedrige Kaufkraft in Ungarn oder die allgemein schwache Wirtschaftslage in Italien.

Expansion in Kroatien und Italien



In Kroatien übernahm Spar 20 Standorte von Dinova-Diona und betreibt somit aktuell 33 Spar- und 17 Interspar-Märkte. Der Verkaufsumsatz belief sich auf 320 Mio. Euro. Das bedeutet ein Wachstum von 8,6 Prozent zum Vorjahr (wechselkursbereinigt; +7,8 Prozent mit Wechselkursveränderungen).
In Italien gingen drei neue Interspar-Märkte ans Netz. Insgesamt hält Spar Italien nun bei 555 Standorten und erzielte einen Verkaufsumsatz von 1,9 Mrd. Euro, ein Plus von 2,2 Prozent.

In Ungarn wurden ein neuer Interspar und fünf neue Spar-Supermärkte eröffnet, sodass Spar derzeit 419 Geschäfte in Ungarn betreibt. Der Verkaufsumsatz wuchs wechselkursbereinigt um 4,8 Prozent (+0,8 Prozent mit Wechselkursveränderungen). Besonders forciert wurde die Partnerschaft mit selbstständigen Kaufleuten und beliefert mit Ende 2014 bereits 24 Geschäfte.

In Slowenien erwirtschafteten die 79 Spar-Supermärkte und 13 Interspar-Hypermärkte 2014 einen Gesamtumsatz von 730 Mio. Euro (+0,3 Prozent).

Hervis



Die Spar-Tochter Hervis betreibt in sieben Ländern 189 Standorte, 102 davon im Ausland, 87 im Inland. Hervis entwickelte sich 2014 deutlich besser als der gesamte Sportfachhandel. In Österreich wuchs der Umsatz um 2,4 Prozent, während der Markt um rund 2,5 Prozent rückläufig war. Insgesamt erzielte Hervis in allen sieben Ländern ein währungsbereinigtes Wachstum von 1,3 Prozent (+0,2 Prozent mit Wechselkursveränderungen) auf 425 Mio. Euro.

SES Spar European Shopping Centers



Spar managt über die SES Spar European Shopping Centers 28 Shopping-Center mit einer verpachtbaren Gesamtfläche von 759.000 m² in Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn und Tschechien. Insgesamt erwirtschafteten die Shopping-Center der SES einen Händler-Verkaufsumsatz von 2,57 Mrd. Euro, ein Plus von 0,4 Prozent. Mehrere Bauprojekte laufen derzeit im Bereich der SES: Im Bau befindet sich der Fischapark in Wiener Neustadt, der auf 42.800 m² verdoppelt wird. Mitten in Ried im Innkreis entsteht das neue Shopping-Center Weberzeile. Beide Center in der zweiten Jahreshälfte 2015 eröffnen. Baustart war ebenfalls beim Huma Einkaufspark Wien-Simmering, das einem Abriss und kompletten Neubau unterzogen wird. Noch in der Planungs- und Genehmigungsphase ist das innerstädtische Shopping-Center Seestadt Bregenz.

Sortiment, Eigenmarken



Der Umsatz der Spar-Eigenmarken-Linien ist 2014 um sechs Prozent gestiegen, der Umsatzanteil der Eigenmarken am Großhandelsumsatz liegt bereits bei 39 Prozent (Vorjahr: 38 Prozent). Insgesamt kamen 2014 über 200 Produkte dazu.
Die Bio-Linie Spar Natur*pur, die heuer 20. Geburtstag feier, legte 2014 ein Wachstum von über 15 Prozent hin. Immer stärker nachgefragt werden auch die Produkte für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten – Spar free from. Der Umsatz stieg sogar um 18 Prozent. Spar Premium verzeichnete 2014 mit über 280 Produkten ein Umsatzwachstum von +17 Prozent. Spar Veggie, die vegetarische Eigenmarke, wuchs um +14 Prozent.

Kartellverfahren



Nach Hausdurchsuchungen durch die Bundeswettbewerbsbehörde im Jahr 2013 hat sich Spar nicht auf ein Settlement eingelassen, sondern ging als erstes Unternehmen der Lebensmittelbranche in Österreich vor das Kartellgericht. Ziel sei, Rechtssicherheit für die gesamte Branche und das eigene Unternehmen zu erlangen, was genau in den Gesprächen mit den Lieferanten gestattet ist und was nicht. Der erste Prozess begann im Mai 2014. Ein erstinstanzlicher Beschluss erging im November 2014. Dieser biete jedoch keine genügend klare Rechtssicherheit für die betriebliche Praxis, weshalb Spar Anfang 2015 Rekurs an das Kartellobergericht erhoben hat, sodass die Entscheidung nicht rechtskräftig ist.
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