Propak: Zuversicht bei den Verpackern
 
Propak

Zuversicht bei den Verpackern

Ludwig Schedl
Marko Schuster (Mondi), Georg-Dieter Fischer (Propak), Andreas Blaschke (MM Packaging), Manfred Tacker (FH Campus Wien), Herwig Schneider (IWI) © Ludwig Schedl
Marko Schuster (Mondi), Georg-Dieter Fischer (Propak), Andreas Blaschke (MM Packaging), Manfred Tacker (FH Campus Wien), Herwig Schneider (IWI) © Ludwig Schedl

Die rund hundert heimischen Firmen der Papier-/Kartonverpackung des Fachverbandes Propak haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 „eine grundsätzlich positive Entwicklung“ verzeichnet, wie der Fachverband am Dienstag mitteilte.

Die positive Entwicklung wurde folgendermaßen beziffert: Der Umsatz im Inland stieg um 3,5 Prozent auf 2,25 Mrd. Euro. Der Umsatz im Ausland stieg um 5,6 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro. Mengenmäßig gab es in der Heimat ein Plus von 7,5 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen, das sich aber in der Umsatzsteigerung nicht zur Gänze widerspiegelt. Ähnliches gilt für die Auslandsgeschäfte: Es gab ein mengenmäßiges Plus von 4,6 Prozent auf 745.000 Tonnen. Insgesamt stieg der Anteil der Exporte voriges Jahr weiter leicht - und zwar um 2 Prozent. Da der Wirtschaftsmotor brummt und die Konsumbereitschaft groß sei, haben die Propak-Firmen derzeit volle Auftragsbücher, so Obmann Georg Dieter Fischer: „Für 2018 sehen wir unter der Annahme eines günstigen Konjunkturverlaufs ein Wachstum von maximal plus 2 bis 3 Prozent bei der Menge, die große Hoffnung bzw. Herausforderung wird eine Entwicklung sein, die für Menge und Wert im Gleichklang steht.“

Fachkräfte fehlen

71 Prozent der Propak-Unternehmen haben derzeit unbesetzte Stellen, einfachweil sie niemanden finden. „Es finden sich zu wenig geeignete Fachkräfte, wobei sich die Mängel neben fachlich/methodischen Kompetenzen vor allem in mangelnder Kommunikations-/Teamfähigkeit und zu geringer Kunden- und Serviceorientierung zeigen“, berichtet Herwig Schneider vom Industriewissenschaftlichen Institut IWI ein Ergebnis einer IWI-Studie. Allerdings zeige sich ein Trend in Richtung höherer Qualifikationsniveaus: Während sich der Anteil der Universitätsabsolventen am gesamten Personal seit 2012 nahezu verdreifacht hat, ist der Anteil der Facharbeiter ohne Lehrabschussprüfung um mehr als die Hälfte rückläufig.

Der Fachverband ist übrigens seit 2015 Mit-Initiator des Bachelor-Studiums Verpackungstechnologie und des mit Herbst 2018 beginnenden berufsbegleitenden Master-Studiums „Packaging Technology and Susatinability“ an der FH Campus Wien, das erste berufsbegleitende Masterstudium in der DACH-Region, das sich mit der Querschnittsmaterie Verpackungstechnologie befasst.
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