Offerista Group Austria : Inflation macht Sc...
 
Offerista Group Austria

Inflation macht Schnäppchenjäger

Andrey Popov - stock.adobe.com

Offerista hat im Rahmen einer Umfrage die Auswirkungen der Inflation auf das Kaufverhalten bei 1.827 Verbrauchern in Österreich untersucht. 

Im Zeitraum zwischen dem 5. und 14. Juli 2022, also am bisherigen Höchststand im Inflationsgeschehen (+ 9,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat), führte die Offerista Group eine Umfrage unter 1.827 österreichischen Konsumenten durch, um mehr über die Auswirkungen der Teuerung auf das Einkaufsverhalten zu erfahren. Laut Offerista gaben 90 Prozent der Umfrageteilnehmer an, die Preissteigerungen im eigenen Geldbeutel zu spüren. Das führt bei vielen Verbrauchern auch zu Veränderungen im Einkaufsverhalten.

Rabattsuche im LEH und DFH

Und so achten mit den steigenden Preisen 96 Prozent der Konsumenten beim Einkauf vermehrt auf Aktionen. Dabei ist es Männern (95 %) als auch Frauen (97 %) beinahe gleichermaßen wichtig, Rabatte abzustauben. Offerista erfragte auch, wo sich die Verbraucher nach Aktionsmöglichkeiten erkundigen: 87 Prozent der Konsumenten nutzen dafür Onlinekanäle, 71 Prozent zusätzlich auch gedruckte Flugblätter oder Beilagen.  

Wie aus der Studie hervorgeht, wird vor allem im Lebensmittelbereich nach Sonderangeboten gestöbert - das geben zumindest 89 Prozent der Befragten an. Rabatte werden aber auch zunehmend bei anderen Produktgruppen aktiv gesucht, wie etwa im Bereich Mobilität und Fashion (jeweils 49 %). Im Drogeriebereich informieren sich 45 Prozent der Käufer vorab über Schnäppchen. Hingegen nimmt die Relevanz von Rabatten bei Freizeitaktivitäten (20 %) und Spielwaren (10 %) ab. Ebenso beim Thema Reisen ist die aktive Suche nach Angeboten mit 16 Prozent im Vergleich relativ gering. Dazu fehlt den Österreichern vermutlich die zeitliche Flexibilität für Last Minute Schnäppchen.

Größere Ausgaben werden vermieden

Insgesamt passen diejenigen Befragten, die die inflationsbedingten Preissteigerungen bereits deutlich wahrnehmen, ihr Einkaufsverhalten entsprechend an. Das zeigt sich etwa darin, dass 62 Prozent verstärkt auf Preise achten, 45 Prozent planen den Einkauf im Vorhinein und 42 Prozent überlegen länger, bevor sie sich etwas gönnen. Darüber hinaus schlagen 41 Prozent verstärkt bei Angeboten zu und 40 Prozent klappern für Schnäppchen auch mehrere Geschäfte ab, so die Studie. Ein Großteil der Befragten (85 %) verschiebt derzeit größere Ausgaben und spart vor allem bei neuen Möbeln und Elektrogeräten. 52 Prozent vermeiden nach Eigenaussage hohe Preise bei Kleidung, Schuhen und Accessoires. 42 Prozent sparen bei Urlaubsausgaben und vermeiden hier heuer größere Summen.

Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten

Nicht überall können oder wollen die österreichischen Konsumenten der Studie zufolge sparen. 59 Prozent können auf die Ausgaben rund um das Auto nicht verzichten. Dadurch hat sich auch das Mobilitätsverhalten von mehr als einem Drittel der Befragten (38 Prozent) trotz der hohen Spritpreise nicht verändert. Dies trifft naturgemäß insbesondere auf den ländlichen Raum zu, wo 53 Prozent ihr Fahrverhalten nicht verändert haben. Die Ursache dafür liegt nicht zuletzt in den nicht optimalen Anbindungen und Angeboten im öffentlichen Verkehr. Unter den Stadtbewohnern steigen nun indes 29 Prozent vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel um.

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