Capgemini: Weihnachtsgeschäft auf Abwegen
 
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Weihnachtsgeschäft auf Abwegen

JillWellington - pixabay.com

Laut einer Umfrage von Capgemini wollen 38 Prozent der Befragten in Europa und den USA heuer weniger für Geschenke ausgeben.

Dass das Weihnachtsgeschäft heuer deutlich schwächer ausfallen wird, ist kein Geheimnis mehr. Nun zeigt auch eine neue Studie von Capgemini, dass 38 Prozent der internationalen Verbraucher in dieser Saison Zurückhaltung bei ihren Weihnachtsausgaben walten lassen. Für die Umfrage wurden zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember über 7.500 Verbraucher aus zehn Ländern befragt.

Wie die aktuellen Ergebnisse zeigen, ist der Ausgabenrückgang auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Einerseits macht den Menschen ein niedrigeres verfügbares Einkommen (24 Prozent) zu schaffen, auf der anderen Seite hindern auch die anhaltenden Corona-Beschränkungen (22 Prozent) die Verbraucher daran, im Geschäft einzukaufen. Darüber hinaus benötigen 20 Prozent der Befragten heuer weniger Geschenke, weil sie eine kleinere Anzahl von Familienmitgliedern treffen werden.

Diese Faktoren wirken sich darauf aus, was die Verbraucher kaufen: International 48 Prozent der Einkäufe dieser Weihnachtssaison entfallen auf benötigte Produkte. Die Verbraucher bevorzugen dabei Kleidung (36 Prozent), Schönheits- und Körperpflegeprodukte (21 Prozent) sowie Elektroartikel (21 Prozent). Im deutschsprachigen Raum stehen Elektrogeräte ganz oben auf der Wunschliste (28 Prozent), gefolgt von Kleidung und Schönheits- bzw. Körperpflegeprodukten (jeweils 25 Prozent). 

Aktionen sind heuer gefragter denn je

Für ein Drittel der Konsumenten spielen heuer Preisnachlässe einen entscheidenden Faktor bei ihrem Einkauf. Während sich 35 Prozent darauf konzentrieren, nur die benötigten Dinge zu kaufen, haben 29 Prozent angegeben, aufgrund eines Rabattes auch etwas Ungeplantes gekauft zu haben. Rund 20 Prozent haben in der Hoffnung auf ein bald günstigeres Angebot noch nichts geshoppt, und 58 Prozent sagen, dass sie in diesem Jahr auf kostenlose Versandoptionen eingegangen sind. 

48 Prozent gebe zudem an, in dieser Weihnachtssaison mehr online gekauft zu haben als je zuvor. Fast ein Viertel hat sich zudem mehr auf lokal produzierte Produkte fokussiert als in den vergangenen Jahren. 26 Prozent der Studienteilnehmer hatten vor der Pandemie noch nie online eingekauft und 45 Prozent von ihnen fühlen sich mit dieser Form des Shoppings jetzt wohler als zuvor. 48 Prozent sagen, dass sie auch in Zukunft verstärkt online einkaufen werden. "In der Pandemie konnte der Handel online Neukunden gewinnen, die zuvor nicht auf diesem Weg eingekauft haben. Der physische Einzelhandel hat dennoch einen festen Platz im Herzen der Verbraucher und unsere Untersuchungen zeigen, dass sie in die Geschäfte zurückkehren werden, wenn sie sich sicher fühlen. Unabhängig davon, ob die Konsumenten eher die alte oder neue Normalität fortsetzen werden – die Einzelhändler müssen innovativ bleiben und Shopping-Erlebnisse entwickeln, die sich für die Kunden sicher, komfortabel und persönlich anfühlen – ob online oder im Ladengeschäft", rät Hellmuth Leinfellner, Head of Digital Customer Experience bei Capgemini in Österreich. 

Die Studie
Die Umfrage zum Weihnachtsshopping wurde von Sapio im Auftrag von Capgemini zwischen dem 30. November und dem 2. Dezember unter 7.543 Verbrauchern durchgeführt. Befragt wurden Verbraucher aus Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark.

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