Coronavirus: Was tun in der Quarantäne?
 
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Was tun in der Quarantäne?

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Marketagent hat nachgefragt, wie die freiwillige Isolation das Verhalten der Österreicher geändert hat.

Die Meinungsforschungs-Agentur Marketagent hat über 2.900 Österreichern gefragt, wie sie mit der Corona-Krise umgehen. Ein Gefühl der privaten und beruflichen Einschränkung haben 65 Prozent, besonders die jungen Befragten. Als Vorbereitung auf die Quarantäne haben 44 Prozent Vorräte eingekauft. In Deutschland waren es im Vergleich nur 38 Prozent, in der Schweiz sogar nur 28 Prozent. Deutlich weniger oft wurden Freizeitprodukte aufgestockt, nämlich 13,6 Prozent. Ganze 27 Prozent arbeiten nun von zu Hause aus im Homeoffice. Zusätzliches Bargeld haben 18 Prozent abgehoben.

Der größte Störfaktor ist für zwei Drittel der Österreicher, dass soziale Kontakte stark eingeschränkt werden. Die Hälfte bedauert, dass Freizeittermine entfallen oder verschoben werden mussten. Für 35,6 Prozent sind die Einschränkungen im Handel eine signifikante Einschränkung. Finanzielle Einbußen werden von 15 Prozent genannt.
Die größte Sorge der Befragten (53,5 Prozent) ist, dass nahestehende Personen erkranken und man nichts tun kann, um zu helfen. Die Ansteckung beim notwendigen Einkauf ist für 35 Prozent ein besorgniserregendes Szenario. Kaum gefürchtet wird hingegen, dass die Vorräte nicht reichen - dies geben nur 7,4 Prozent an.

Die Bewegungsfreiheit vermissen 56 Prozent, die sozialen Kontakte und das Familienleben jeweils 53 Prozent. Dass gerade nicht geshoppt werden kann, geht knapp 17 Prozent der Befragten ab. 

Silberstreifen am Horizont

So manch einer kann der Corona-Isolation auch positive Aspekte abgewinnen: 46 Prozent der Befragten gaben an, dass die Quarantäne Entspannung und Ruhe bringt. Ganze 45 Prozent kommen zu Tätigkeiten, für die sie sonst keine Zeit hätten und 35 Prozent verbringen bewusst mehr Zeit mit der Familie oder den Partnern. Ein Drittel gibt an, sich durch die veränderten Umstände wieder mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren und knapp über 30 Prozent haben ein neues Gefühl für den gesellschaftlichen Zusammenhalt entwickelt.

Häufiger schauen die Befragten nun Fernsehen oder Videos (55,7 Prozent), surfen im Internet (48,3 Prozent) und räumen die Wohnung auf (44,4 Prozent). Auch bei den Ernährungsgewohnheiten hinterlässt die Quarantäne ihre Spuren: 38,4 Prozent kochen mehr und 19,8 Prozent ernähren sich laut eigener Angabe ungesünder. Der E-Commerce erlebt durch die aktuelle Situation ebenfalls einen kleinen Schub, so geben 13 Prozent an, mehr Onlinekäufe zu tätigen.

Als unverzichtbar in der Quarantäne wird von zwei Drittel das Internet genannt, leicht weniger brauchen ihr Smartphone. Über die Hälfte möchte den Fernseher nicht missen, fast genau 50 Prozent halten ihren Computer für essenziell. Bemerkenswert ist übrigens, dass je jünger die Befragten waren, umso wichtiger werden Streamingdienste eingestuft. Mit steigendem Alter nimmt deren Platz der Fernseher ein.
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