Gallup Institut/TeamBank: Wunsch nach weniger...
 
Gallup Institut/TeamBank

Wunsch nach weniger Digitalisierung

Paul Felberbauer/Unsplash

Österreicher wünschen sich laut der Studie "Liquidität 50Plus Österreich" des Gallup Instituts im Auftrag der TeamBank AG weniger Digitalisierung beim Einkaufen.

Der Digitale Wandel schreitet mit mehr oder weniger großen Schritten voran. Ob das gut oder schlecht ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Das zeigt nun auch der TeamBank-Liquiditätsbarometer, für den 1.000 Österreicher im Alter zwischen 18 und 79 Jahren befragt wurden. Das Ergebnis: Während in Schulen und Universitäten der Wandel gerne noch beschleunigt werden kann, ist das richtige Maß beim Einkaufen für 48 Prozent bereits überschritten, viele wünschen sich wieder mehr Shopping vor Ort. Die Generation 50Plus steht dem Wandel generell eher skeptisch gegenüber.

Wunsch nach analogem Einkaufen

Fast die Hälfte der Österreicher sehen laut der Studie ihre Einkaufswelt geradezu übertrieben digital und wünschen sich wieder mehr Shopping vor Ort. Vor allem bei den Senioren ist der Wunsch nach einem analogen Einkaufsbummel groß. Mehr als die Hälfte sind der Ansicht, dass es zu viele digitale Angebote gibt. Aber auch jüngere Generationen würden gerne wieder einen Gang zurückschalten. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind 37 Prozent der Ansicht, dass digitale Einkaufsangebote zu stark um sich greifen.

In den Bereichen Bildung, öffentlichen Einrichtungen und Gesundheitswesen ist der Wunsch nach Digitalisierung größer

Besonders im Bildungsbereich sind fast zwei Drittel der U-30-jährigen der Ansicht, dass es im Bildungsbereich ein zu geringes Maß an Digitalisierung gibt. Bei der Generation 50Plus sind es immerhin 37 Prozent. Aber auch bei Ämtern und im Gesundheitswesen sollte der digitale Wandel nach Ansicht der Befragten stärker vorangetrieben werden. Einwohnermeldeämter und andere Behörden könnten aus Sicht von 39 Prozent der Österreicher mehr auf das Internet und neue Kommunikationswege wie beispielsweise digitale Plattformen, welche die Bürger in Echtzeit informieren und über die von Ausweis bis Baugenehmigung Dokumente online beantragt werden können, setzen. Im Gesundheitsbereich wünscht sich ein Drittel der Österreicher mehr Digitalisierung zum Beispiel in Arztpraxen oder bei der Verwaltung von Patientendaten in einer digitalen Akte, bei den unter-30-Jährigen sind es gar 41 Prozent. Im Bankenbereich gehen die Meinungen auseinander. 41 Prozent sind der Meinung, dass das Bankensegment bereits zu digital ist. Ein Fünftel hätte gerne noch mehr digitale Angebote. Deshalb setzt man auf einen Mix. "Im Banking kommt es auf die richtige Balance aus persönlichem Kontakt und digitalen Prozessen an. Deshalb binden wir in unseren Online-Angeboten Kanäle ein, die den persönlichen Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen, etwa über Videoberatung oder Chat-Systeme. Zugleich schätzen und nutzen unsere Kundinnen und Kunden unsere online verfügbaren, individuellen Kreditangebote", sagt Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG.

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