Marketagent: Welche Krise schreit am lauteste...
 
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Welche Krise schreit am lautesten?

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Wie präsent Klimawandel und Flüchtlingskrise trotz des Coronavirus tatsächlich noch in unseren Köpfen sind, haben die Online Marktforscher jetzt herausgefunden.

Flüchtlingskrise und Klimawandel scheinen in Zeiten von Corona in den Medien keinen Platz mehr zu haben – diese Krisenherde sind allerdings noch lange nicht gelöscht. Wie eine neue Studie von Marketagent zeigt, haben Herr und Frau Österreicher jedoch keineswegs darauf vergessen.

Den Schutz des Klimas und die Flüchtlingssituation sehen sie in den Medien hingegen stark unterrepräsentiert. So würden sich 56 Prozent mehr Aufmerksamkeit für den Klimawandel wünschen, 48 Prozent vermissen Informationen rund um die aktuellen Entwicklungen in der Asylpolitik. "Dieser mediale Fokus spiegelt sich letztendlich im persönlichen Wissensstand wider, den 7 von 10 in Punkto Corona als hoch einstufen. Bei den Themen Klimawandel und Flüchtlingskrise herrscht hingegen Aufholbedarf", fasst Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent zusammen. 

Dass diese beiden Krisen der heimischen Bevölkerung aber auf jeden Fall noch unter den Nägeln brennen, lässt sich aus den Daten klar ablesen. So werden auch die gesetzten Maßnahmen als zu milde eingestuft. 75 Prozent würden sich weitreichendere Schritte zur Rettung unseres Klimas wünschen, 70 Prozent sind der Meinung, dass zu wenig in der Flüchtlingskrise unternommen wird. Ein Versäumnis, das die Österreicher tendenziell auf EU-Ebene sehen (39 Prozent). Im Kampf gegen die voranschreitenden Klimaveränderungen fordern zwei Drittel hingegen einen globalen Zusammenschluss, also ein gemeinsames Handeln aller Staaten. Den Umgang mit dem Coronavirus sehen sie jedoch besser im eigenen Land aufgehoben (46 Prozent). Dass die Österreicher hier mehrheitlich auf nationale Kompetenzen setzen, rührt vermutlich daher, dass sie Covid-19 im Vergleich zu den beiden anderen Krisen als stärkste Bedrohung für die heimische Gesellschaft einstufen (65 Prozent vs. 62 Prozent Klimawandel und 50 Prozent Flüchtlingskrise).

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