Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen: Acht...
 
Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen

Achtung vor Online-Fallen

mohamed_hassan - Pixabay

Mittlerweile ist laut einer Studie jeder Zweite von Internetbetrug betroffen. Experten liefern Tipps, wie Konsumenten die Gefahren erkennen können.

Ob vermeintliche Gratis-Angebote, Phishing-Mails oder Fake-Shops – im Internet ist die Bandbreite für Betrugsfälle sehr groß. Leider werden auch die Betrugsmaschen immer ausgeklügelter. Eine Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens, bei der 1.000 heimische Konsumenten befragt wurden, kann das bestätigen. Thorsten Behrens, Geschäftsführer des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens und Projektleiter der Watchlist Internet, erklärt: "Leider war fast jeder zweite Österreicher bereits mit Online-Betrug konfrontiert. Deshalb sind Vorsicht und ein Bewusstsein für unseriöse Angebote unerlässlich. Wer darauf achtet, hat beim Einkauf im Internet wenig zu befürchten."

"Hart bleiben"

Top-Betrugsarten sind dabei Abo-Fallen, gefälschte Zahlungsaufforderungen und nicht gelieferte, aber bereits bezahlte Ware. Dicht gefolgt von klassischer Schadsoftware wie Virus oder Trojaner sowie die Erpressung mit Videos oder Fotos. Vor allem bei Geldforderungen rät der Experte hart zu bleiben und nicht zu bezahlen: "Wer sich aufgrund von hohen Rechnungen oder eines gefälschten Schreibens eines Inkassobüros oder Rechtsanwaltes einschüchtern lässt, verliert ungerechtfertigter Weise Geld", so Beherens.

Vorsicht vor Online-Bewertungen

Immerhin ist das Bewusstsein für unseriöse Angebote bei Internetnutzern aber in den letzten Jahren gestiegen. Laut der Studie des österreichischen E-Commerce-Gütezeichens recherchieren 44,3 Prozent im Internet nach Erfahrungen anderer Kunden, wenn ihnen etwas unseriös vorkommt. Aber auch hier ist laut Experte Vorsicht geboten: "Online-Kundenbewertungen können gefälscht oder gekauft werden, weshalb sie nicht immer zwingend der Wahrheit entsprechen müssen." 37,5 Prozent würden nicht mehr im Webshop des betreffenden Anbieters einkaufen, bei dem der Betrug vorgekommen ist.
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