Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen: Kein...
 
Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen

Kein Vertrauen, kein Kauf

Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen

Mehr als ein Drittel der Konsumenten wechselt sofort den Onlineshop, wenn Zweifel an dessen Legitimität auftreten.

An sich, so zeigt eine Untersuchung des österreichischen E-Commerce-Gütezeichens, haben die Konsumenten Vertrauen beim Einkauf im Internet. Insgesamt 92,2 Prozent geben an, sich "sehr sicher" oder "eher sicher" zu fühlen. Befürchtungen gibt es am ehesten in Bezug auf Betrüger und unseriöse Anbieter (10,3 %) sowie hinsichtlich Datendiebstahl bzw. Phishing- oder Hacker-Angriffen (10,3 %). 7,7 Prozent sind skeptisch, wenn man zu viele Daten angeben muss oder möchten insbesondere ihre Kreditkartendaten nicht überall hinterlegen müssen.

Ob Konsumenten sich in sicheren Händen wähnen, ist beim Onlineshopping ausschlaggebend für die Kaufentscheidung: Bei der Wahl zwischen zwei Anbietern mit dem gleichen Produkt bzw. der gleichen Dienstleistung sind Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit für 43,2 Prozent (nach dem günstigeren Angebot mit 58,0 %) das Zünglein an der Waage.

Thorsten Behrens, Geschäftsführer des E-Commerce-Gütezeichens, dazu: "Die Österreicherinnen und Österreicher fühlen sich beim Onlineshopping sehr sicher – sie sind aber mit Sicherheit auch ganz schnell wieder weg, wenn Anbieter es nicht schaffen, ihre Seriosität zu beweisen. Satte 82,7 Prozent haben einen Online-Kauf schon einmal abgebrochen, obwohl sie das gewünschte Produkt gefunden hatten, ein großer Teil deshalb, weil ihnen der Shop nicht vertrauenswürdig erschien. Händler sollten ihren Auftritt und ihr Service diesbezüglich überprüfen. Denn der nächste Onlineshop nicht weit."

Im Rahmen der Studie (n=1.000) wurde auch erhoben, nach welchen Kriterien die Österreicherinnen und Österreicher die Vertrauenswürdigkeit von Online-Angeboten beurteilen. Mit fast zwei Dritteln Zustimmung (65,6 %) haben hier sichere Zahlungsmittel deutlich die Nase vorn. Fast die Hälfte sieht positive Kundenbewertungen (49,1 %) und die Bekanntheit eines Anbieters (48,2 %) als Bestätigung. Dass ein Anbieter aus Österreich stammt, ist für 31,6 Prozent ein Zeichen für Vertrauenswürdigkeit – eine EU-Herkunft für 27,5 Prozent.

Besonders hohe Zustimmung gibt es bei der Frage, wie wichtig den Konsumentinnen und Konsumenten eine nachweisbare Zertifizierung ist, die einen seriösen Online-Anbieter kennzeichnet: 73,5 Prozent – also fast drei Viertel aller Befragten – halten dies für wichtig. Top-Gründe dafür sind vor allem der sichtbare Beweis für Qualität (80,7 %) und dass Shops mit einem Gütezeichen mehr Vertrauen entgegengebracht wird (79 %).

Wie gehen Verbraucher vor, wenn ihnen ein Angebot suspekt erscheint? Top-Reaktion ist in diesem Fall, über den Anbieter zu recherchieren und Bewertungen anderer Kunden zu suchen – 37,8 Prozent wählen diesen Weg, sobald sie Bedenken haben. 35,7 Prozent machen kurzen Prozess und kaufen dann nicht bei diesem Anbieter. 28,8 Prozent nehmen das Impressum unter die Lupe. Vierthäufigste Reaktion ist es, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen (14,9 %). 

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