PwC Österreich: Wirtschaftliche Stellung von ...
 
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Wirtschaftliche Stellung von Frauen

PwC Österreich
"Obwohl in allen OECD-Ländern Fortschritte erzielt wurden, sind vor allem in Österreich kaum Verbesserungen erzielt worden", so Christine Catasta, Senior Partner bei PwC Österreich
"Obwohl in allen OECD-Ländern Fortschritte erzielt wurden, sind vor allem in Österreich kaum Verbesserungen erzielt worden", so Christine Catasta, Senior Partner bei PwC Österreich

Österreich belegt beim Women in Work Index der PwC nur noch Platz 25 von 33 im OECD-Vergleich. Island, Schweden und Slowenien führen ihn an.

Der neue PwC-Bericht rund um die wirtschaftliche Stellung von Frauen fällt für Österreich eher ernüchternd aus. Demnach stieg das Alpenland in den letzten 10 Jahren von Platz 13 auf Platz 25 ab und verzeichnet so gemeinsam mit der USA den größten Abstieg aller OECD-Länder. Dabei würden Frauen erheblich zu einem Wirtschaftswachstum beitragen. Wenn die Beschäftigungsquote von Frauen in allen OECD-Ländern so hoch wäre wie im Spitzenland Schweden, könnte das BIP der OECD um über 6 Billionen US-Dollar steigen. Und allein eine Schließung der Gender-Wage-Gap würde das Einkommen von Frauen in der gesamten OECD um über 2 Billionen US-Dollar steigern, was einem Anstieg um 21 Prozent entspricht.

"Obwohl in allen OECD-Ländern Fortschritte erzielt wurden, sind vor allem in Österreich kaum Verbesserungen erzielt worden – trotz der Aussicht auf enorme wirtschaftliche Gewinne durch die zunehmende Teilnahme von Frauen am Arbeitsmarkt. Um diese Gewinne zu realisieren, müssen heimische Unternehmen und die Regierung zusammenarbeiten, mehr Frauen in den Arbeitsmarkt bringen sowie eine faire und gerechte Lohnstruktur gewährleisten. Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, dass Frauen die richtigen Möglichkeiten erhalten, sich angesichts der zunehmenden Automatisierung von Tätigkeiten weiterbilden und sich neue Skills aneignen", zeigt Christine Catasta, Senior Partner bei PwC Österreich, auf.

Österreich im Vergleich

Österreich hat sich nicht nur bezüglich der Gender-Wage-Gap kaum verbessert, auch die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt ist nicht gestiegen. Dafür findet man Frauen immer häufiger in Teilzeitbeschäftigungen (+10 Prozent in den vergangenen 10 Jahren). Allerdings hat sich auch die Zahl der Vollzeitbeschäftigungen etwas erhöht. Mit 66 Prozent liegt sie aber immer noch weit unter den Männern (92 Prozent). Die Zahl bei Vorstandspositionen ist auf knapp 21 Prozent ebenfalls leicht gestiegen. Im OECD-Vergleicht besteht für Österreich aber auch hier Nachholbedarf. Zum Vergleich: Island liegt bei über 45 Prozent.
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