RegioData: LEH trotzt Expansions-Flaute
 
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LEH trotzt Expansions-Flaute

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Die RegioData-Studie zeigt, welche Branchen dieses Jahr besonders stark expandieren möchten.
Die RegioData-Studie zeigt, welche Branchen dieses Jahr besonders stark expandieren möchten.

Rund die Hälfte der Handelsteilnehmer eröffnet dieses Jahr neue Standorte. Besonders die Non-Food-Diskonter profitieren von den Leerständen.

Die jährlich durchgeführte RegioData-Studie zur Handelsexpansion am heimischen Markt zeigt ein klares Bild: Von den 800 Filialisten und Franchisesystemen planen 420, in naher Zukunft neue Standorte zu eröffnen. Die geplanten 1.100 Neueröffnungen (laut Studie wesentlich weniger als vor wenigen Jahren) stehen jedoch 5.000 Leerständen gegenüber. Das Flächenangebot übertrifft somit die Nachfrage deutlich. Ein deutlicher Trend sind Flagship-Stores von internationalen Firmen, die oft die einzige Filiale in Österreich bleiben. Als Beispiele werden Tods, Hema, Urban Outfitters, Blockhouse und Wagamama genannt.

Die am stärksten expandierenden Branchen sind in absteigender Reihenfolge der Modehandel, die Gastronomie und der Lebensmittelhandel. Mit deutlichem Abstand dahinter werden der Sportfachhandel, Schuh- und Ledergeschäfte sowie der Drogeriefachhandel eingeordnet. Auffällig bei der Expansion des LEH ist, dass vermehrt spezialisierte Betriebstypen neue Standorte suchen. Damit wird den Trends hin zu veganen, biologischen, nachhaltigen und regionalen Produkten mehr Platz geboten.

Mit einem etwas gedrosselten Expansionskurs sind die LEH-Diskonter (Lidl, Hofer und Penny) unterwegs, während vorrangig Non-Food-lastige Vertriebslinien wie Action, Tedi, NKD oder Kik verstärkt neue Standorte suchen. Diesen Handelsketten kommen die über 300 freigewordenen Standorte von geschlossenen Filialen von Charles Vögele, C&A, Zielpunkt oder Mister*Lady sehr gelegen.

Als deutlicher Trend wird von RegioData des weiteren die Kombination von Handelsstandorten mit Gastro-Angeboten genannt. Ebenfalls vermehrt eröffnet werden spezialisierte Geschäfte wie Müslishops, Läden für Vintage-Kleidung, Food-Coops und Deko-Stores. Als Geschäftstypen, die zukünftig einen erhöhten Platzbedarf haben könnten, werden Beauty/Fitness-Angebote, Gaming- und Virtual-Reality-Lokale genannt.
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