Technische Universität Wien: Hälfte der öster...
 
Technische Universität Wien

Hälfte der österreichischen Unternehmen fehlt digitaler Masterplan

Melzer PR Group
V.l.n.r.: Rudolf J. Melzer, Initiator der „Chefsache Industrie 4.0“, Kai von Buddenbrock, General Manager bei Bossard Austria, Friedrich Bleicher, Institutsvorstand an der TU Wien für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik sowie Bernd Bugelnig, CEO von Capgemini in Österreich. © Melzer PR Group
V.l.n.r.: Rudolf J. Melzer, Initiator der „Chefsache Industrie 4.0“, Kai von Buddenbrock, General Manager bei Bossard Austria, Friedrich Bleicher, Institutsvorstand an der TU Wien für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik sowie Bernd Bugelnig, CEO von Capgemini in Österreich. © Melzer PR Group

Das besagt die Studie „Supply Chain 4.0“ der TU Wien, die im Rahmen des Executive-Formats „Chefsache Industrie 4.0“ im Technologiezentrum aspern IQ in Wien präsentiert wurde.

86 Prozent der befragten Unternehmen der Studie „Supply Chain 4.0“ haben zwar ihre IT-Budgets erhöht, gleichzeitig fehlt aber ein konkreter Plan für die Digitalisierung des Unternehmens. Friedrich Bleicher, Institutsvorstand an der TU Wien für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik, ortet zudem eine mangelnde Bereitschaft, vor allem Prozess und Maschinendaten mit anliefernden Unternehmen zu teilen. Genau diese Daten wären aber für eine optimale Lieferkette von Vorteil. Vor allem KMU nutzen industrielle Informationssysteme nur kaum oder ineffektiv. Darüber hinaus gaben nur 40 Prozent der befragten Unternehmen an, Microsoft Excel für ihre Absatzplanung zu verwenden.

„Obwohl das Bewusstsein für die Relevanz einer digitalen Lieferkette bei der Mehrheit der Unternehmen durchaus vorhanden ist, wurde es bis dato offenbar versäumt, die richtigen Maßnahmen dafür zu setzen. Aktuell sind vor allem viele Zulieferbetriebe noch nicht bereit für die Vision Industrie 4.0 beziehungsweise der digitalen Transformation“, analysiert Rudolf Melzer, Initiator der Eventreihe „Chefsache Industrie 4.0“.

Urs Güttinger, Leiter für Smart Factory Logistics der Schweizer Bossard Gruppe, präsentierte im Technologiezentrum aspern IQ das Smart-Bin-Flex-System, das bei Unterschreitung eines Füllgewichts automatisch einen Bestellvorgang auslöst. „Beim vorgestellten Fall konnten wir durch die komplette Übernahme und Automatisierung des C-Teile-Managements die Zahl der manuellen Bestellvorgänge von 1600 auf 0 senken. Die damit verbundenen Rechnungen wurden auf zwölf Monatsrechnungen minimiert, um nur zwei Vorteile für den Kunden zu nennen“, so Kai von Buddenbrock, General Manager bei Bossard Austria. Einen Abschluss fand das Event bei einer Führung durch die Pilotfabrik der TU Wien.
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