Bitkom: Umsatz mit Industrie 4.0 wächst und w...
 
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Umsatz mit Industrie 4.0 wächst und wächst

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Grafik: Bitkom
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2017 steigt der Umsatz mit Industrie-4.0-Lösungen in Deutschland auf 5,9 Milliarden Euro an, 2018 sollen es bereits 7,2 Milliarden Euro sein.

Am deutschen Markt wächst der Umsatz mit Industrie-4.0-Lösungen in diesem Jahr um 21 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die Prognose für nächstes Jahr fällt sogar noch höher aus. Dann soll der Gesamtmarkt mit mehr als 22 Prozent Wachstum auf 7,2 Milliarden Euro Umsatz zulegen. Diese Zahlen stammen vom Digitalverband Bitkom auf Basis aktueller Prognosen von PAC.

„Industrie 4.0 ist ein echter Wirtschaftstreiber. Die Digitalisierung der industriellen Produktion ist das Wachstumsthema schlechthin“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz bei der Vorstellung der aktuellen Marktzahlen im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe – das diesjährige Motto wird „Integrated Industry – Creating Value“ lauten. „Die Zahlen und die vollen Auftragsbücher der Industrieunternehmen zeigen die Potenziale der Digitalisierung in den Fabriken.“

Maschinen- und Anlagenbau als große Treiber
Treiber sind vor allem Maschinen- und Anlagenbau. In diesen Branchen betrugen die Umsätze mit Industrie-4.0-Lösungen 2016 bereits 1,2 Milliarden Euro und werden in diesem Jahr voraussichtlich auf 1,5 Milliarden Euro anwachsen. „Im Maschinen- und Anlagenbau können die Unternehmen auf eine große Menge an Daten zurückgreifen, um effizienter zu produzieren, etwa auf Betriebs-, Zustands- und Umfelddaten. Zudem können die eigenen Produkte mit Industrie-4.0-Technologien ausgestattet werden, um so beispielsweise neue Dienstleistungen anzubieten“, sagte Holz. Auch der Automobilbau war 2016 mit einer Milliarde Euro Umsatz ein starker Treiber für Industrie 4.0. Auf Platz drei folgt die Elektronik-Branche, die 2017 817 Millionen Euro in die Industrie 4.0 investiert.

Am meisten profitiert die Software-Branche von der erhöhten Nachfrage. Die Umsätze mit Software im Industrie-4.0-Markt steigern sich von 787 Millionen Euro im Jahr 2015 auf mittlerweile 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2017. Für 2018 wird ein weiterer Anstieg um 24 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro prognostiziert.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat erst in der vergangenen Woche eine neue Innovationsagenda vorgelegt. „Das Bundeswirtschaftsministerium hat erkannt, dass es eine bessere, technologieoffene Innovationsförderung und eine stärkere Fokussierung auf strategische Schlüsselbereiche und zukunftsrelevante Technologien braucht. Wir begrüßen, dass die Forschungsausgaben Deutschlands bis 2025 deutlich von 3 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angehoben werden sollen“, so Holz.
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