Brauerei Raschhofer: Auf der Suche nach dem B...
 
Brauerei Raschhofer

Auf der Suche nach dem Besonderen

Brauerei Raschhofer
Christoph Scheriau und Doris Scheriau-Raschhofer
Christoph Scheriau und Doris Scheriau-Raschhofer

Das Ehepaar Dr. Doris Scheriau-Raschhofer und Dr. Christoph Scheriau hat mit ihrem Zwickl-Bier etwas geschafft, wovon viele kleine Brauereien träumen – eine breite nationale Listung im österreichischen LEH.

CASH: Sie haben vor elf Jahren als erste Brauerei Österreichs ein Zwickl, sprich ein unfiltriertes Bier, in die Regale des österreichischen LEHs gebracht. Warum entwickelt sich das Raschhofer Zwickl trotz der mittlerweile größer gewordenen Konkurrenz nach wie vor so gut?
Doris Scheriau-Raschhofer: Es ist immer vorteilhaft, der erste zu sein. Ein Zwickl aus der Flasche, ein natürliches Bier – noch dazu aus einer kleinen Familienbrauerei – war einfach etwas, was am österreichischen Biermarkt fehlte. So mancher Biertrinker sucht nämlich nach dem Besonderen. Dass uns die Raschhofer-Zwickl-Liebhaber auch bei nunmehr größerer Auswahl an Zwicklbieren die Treue halten, freut uns natürlich, es wundert uns aber nicht.
Christopf Scheriau: Wir unterscheiden uns nämlich auch durch unser Brauverfahren von großen Brauereien. Wir brauen in unseren Kupfergefäßen unter direkter Befeuerung, Hopfen und Malz stammen bei uns schon seit jeher nur aus der Gegend und unser Zwickl wird tatsächlich direkt vom Lagertank – ohne Pasteurisierung oder sonstige Behandlung – abgefüllt.

In welchen Geschäften sind Sie derzeit mit dem Zwickl national gelistet?

Scheriau-Raschhofer: Raschhofer Zwickl ist seit zehn Jahren national bei Billa, Merkur, Eurospar, Interspar und Magnet vertreten. Auch bei Metro sind wir mittlerweile gelistet. Bei Spar fehlen uns nur mehr Vorarlberg, Kärnten und Steiermark, in allen anderen Bundesländern ist unser Zwickl auch bei Spar erhältlich.

Würden Sie also sagen, dass das Zwickl ein Türöffner für Sie war?
Scheriau: Durch den Erfolg unseres Zwickl kam plötzlich auch Nachfrage nach einem Märzen-Bier aus unserer Brauerei und so starteten wir vor vier Jahren mit Raschhofer Märzen, das es zuvor nicht gegeben hat.
Ich möchte nochmals auf das Zwickl zurück kommen, mit dem Sie ja den 1. Platz beim European Beer Star Award erreichten, der im Rahmen der Brau Beviale in Nürnberg im November 2008 vergeben wurde. Hat sich so eine internationale Auszeichnung mittlerweile auch geschäftlich bezahlt gemacht, beispielsweise im Export?
Scheriau-Raschhofer: Der European Beer Star Award ist wirklich eine besondere internationale Auszeichnung und in Fachkreisen eine bekannte Qualitätsanerkennung. Wir bekommen deswegen tatsächlich Anfragen nach unserem Bier von außerhalb Österreichs und haben die ersten Lieferungen bereits aufgenommen.

Frau Scheriau-Raschhofer, Herr Scheriau, vielen Dank für das Interview!

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