Bahlsen: Eva Aichmaier: Bahlsen im neuen Klei...
 
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Eva Aichmaier: Bahlsen im neuen Kleid

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Süßwarenhersteller Bahlsen rollt ab Mai sein neues Verpackungsdesign schrittweise und mit umfangreicher Werbeoffensive aus. Österreich-Geschäftsführerin Eva Aichmaier empfing CASH am 1. März, dem Tag ihres 20-jährigen Firmenjubiläums, zu einem der wenigen Livetermine im Headquarter in Wien und verriet, welchen Einfluss die neue Generation der Bahlsen-Eigentümer­familie auf das Redesign hatte, wie man es am POS 2021 in Szene setzen wird und wie sich das Traditionsunternehmen im Coronajahr entwickelt hat. 

CASH: Frau Aichmaier, Gratulation zu Ihrem persönlichen Bahlsen-Jubiläum. Sie haben in den letzten 20 Jahren sicherlich viel miterlebt, ich nehme an, dass dennoch kein Jahr so herausfordernd war wie 2020. Wie hat sich Bahlsen geschlagen?
Eva Aichmaier: Vielen Dank! Es war natürlich auch für uns ein sehr herausforderndes Jahr, in dem wir aber zu unserer Freude dennoch viele Gründe zum Feiern hatten. Bahlsen war 2020 DER Wachstumssieger im Bereich Süßwaren mit einem Umsatzanstieg von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr im LEH (Anm. d. Red.: Nielsen, LH exkl. Hofer und Lidl, MAT bis KW 52). Für uns ist es eine kleine Sensation, am gesamten Süßwarenmarkt führend im Wachstum zu sein. Im Segment Kekse und Waffeln konnten wir am Gesamtmarkt inklusive Discount um 12,6 Prozent wachsen und unseren Marktanteil auf 15,2 Prozent ausbauen. Wir sind zudem sehr stolz darauf, dass wir im Lebkuchen-Segment Marktführer sind. Over all konnten alle unsere Bahlsen-Klassiker ein starkes Wachstum erzielen und bescherten dem Handel um 11,6 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber auch bei uns: Denn wie bei vielen anderen auch ist unser Außer-Haus-Geschäft durch Corona eingebrochen.

Zunächst die positiven Dinge: Worauf führen Sie hier das Wachstum zurück?
Die Menschen waren viel zu Hause und gönnten sich des Öfteren hochwertige Genussmittel, das kam uns zugute. Aus Umfragen wissen wir, dass die Top-Verwendungsanlässe unserer Produkte neben besonderen Momenten mit Freunden auch berufliche Meetings sind. Jetzt fielen die Meetings in den Büros in der Coronazeit aus – aber wir haben es dennoch auch geschafft, den Berufsalltag zu Hause zu versüßen. Dafür steht besonders die Marke Bahlsen: genießen und sich etwas gönnen. Wir konnten unsere Marktanteile mit der Marke Bahlsen in den letzten drei Jahren kontinuierlich ausbauen und sind heute eine starke Nummer zwei am Keksmarkt und die Nummer drei am gesamten Keks- und Waffelmarkt.

Konnten Sie damit die Verluste im Außer-Haus-Bereich annähernd kompensieren?
Trotz des Einbruchs des Geschäfts im Out-of-Home-Bereich konnten wir diesen Wegfall durch das starke Geschäft im LEH mehr als überkompensieren.

Bahlsen überrascht heuer mit einem völlig neuen Design. Welche Botschaften wollen Sie damit vermitteln?
Wir haben Bahlsen einem umfassenden Designrelaunch unterzogen und freuen uns sehr, die neuen Verpackungen unserer Kekse, Waffeln und Lebkuchen in den nächsten Wochen schrittweise am POS zu präsentieren. Neben unserem CEO Phil Rumbol war Verena Bahlsen federführend bei der Design-Änderung. Der Relaunch, der optisch revolutionär erscheint, orientiert sich an alten Werten, die das Unternehmen seit der Gründung vor über 130 Jahren prägen. Ich denke, dass es uns damit sehr gut gelungen ist, uns auch nach so langer Zeit neu zu erfinden und die Begehrlichkeit zu wecken. Unser Ziel ist es damit auch eine jüngere Zielgruppe anzusprechen ebenso wie Konsumenten, die durchaus auch bereit sind, für hochwertige Produkte entsprechende Preise zu zahlen. Aus Umfragen wissen wir, dass das neue Design bei den Konsumenten sehr gut ankommt und als hochwertig, edel, genussvoll und elegant wahrgenommen wird. Zudem wird unsere Intention, das handwerkliche Geschick, die Präzision und Expertise, die hinter unseren Produkten stecken, zu zeigen, von den Verbrauchern auch erkannt. Man kann also sagen, dass unsere Produkte nun das Design erhalten, das sie verdienen.


Das gesamte Interview lesen Sie hier im E-Paper der März-Ausgabe von CASH. 

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