EatHappy: Maria Hauptmann: Alle kochen nur mi...
 
EatHappy

Maria Hauptmann: Alle kochen nur mit Wasser

vyhnalek.com/EatHappy
Maria Hauptmann ist seit Jahresbeginn 2021 Geschäftsführerin bei EatHappy.
Maria Hauptmann ist seit Jahresbeginn 2021 Geschäftsführerin bei EatHappy.

Maria Hauptmann ist seit Jahresbeginn Geschäftsführerin bei EatHappy. Mit CASH sprach sie über Kind und Karriere, aber auch über die Wichtigkeit von Diversität in der Unternehmenskultur.

CASH: Frau Hauptmann, Sie sind seit einem Jahr bei EatHappy, eingestiegen als Finanzleiterin, und seit Anfang des Jahres als Geschäftsführerin an der Seite von Florian Bell – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Sie sind die erste Frau in dieser Position, wie ist das angenommen worden?
Maria Hauptmann: Sehr gut. Ich habe von allen Seiten viele positive Resonanzen bekommen, man hat sich wohl sogar gefreut, dass eine Frau die Chance bekommt. Ich habe einen guten familiären Background, einen sehr offenen Geschäftsführerkollegen, eine ganze Firma mit Menschen, die ihre Arbeit gerne machen. Für mich war es einfach der nächste Karriereschritt und bei EatHappy hat alles super zusammengepasst. Das hat vieles leichter gemacht und ich habe mich gut eingelebt.

Sie waren ja auch schon vorher in leitenden Positionen tätig. Dass man als Frau so die Karriereleiter emporklettert, ist allerdings immer noch nicht selbstverständlich. Woran liegt das?
Ich glaube, das hat zwei Gründe. Zum einen trauen es sich Frauen oft nicht zu, sie hinterfragen sich und sind zu selbstkritisch. Das höre ich auch oft in Feedbackgesprächen. Zum anderen ist da immer noch das Thema Kinder. Ich habe selbst eine sechsjährige Tochter und viel erlebt. Zum Beispiel habe
ich recht früh wieder zu arbeiten begonnen und mein Mann war ein halbes Jahr zu Hause. Er bekam die erstaunte Reaktion "Was, du bist ein halbes Jahr zu Hause" und ich die kritische "Was, du bist NUR ein halbes Jahr in Karenz?" Da gibt es noch viel Aufholbedarf, aber ich bin optimistisch, dass sich
diesbezüglich noch einiges ändern wird.

Wie sind Ihre Arbeitgeber damit umgegangen? Und welche Voraussetzungen braucht es, um Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen?
Ich hatte das Glück, dass alle meine Arbeitgeber dem sehr offen gegenübergestanden sind. Bei Gourmet war ich eine Teilzeitführungskraft, das ist eher selten, hat aber gut funktioniert. Bei EatHappy habe ich Teilzeit angefangen, bin dann aber in die Vollzeit gewechselt. Organisation ist dabei das halbe Leben, aber es braucht auch die Möglichkeit, flexibel arbeiten zu können. Natürlich gibt es Termine, die man einhalten muss, aber ich kann auch mal am Abend arbeiten und mich am Nachmittag um meine Tochter kümmern.

Das Interview in voller Länge finden Sie hier im E-Paper der CASH März-Ausgabe.
stats