Efko: Klaus Hraby: Unterschätzte Versorgungss...
 
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Klaus Hraby: Unterschätzte Versorgungssicherheit

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Efko-Geschäftsführer Klaus Hraby spricht im CASH-Interview über ­ausverkaufte Gurkengläser, das Match um österreichische Rohstoffe und aufstrebende ­Convenience-Produkte.

CASH: Wenn wir den Blick zurückwerfen ins Jahr 2020, welches generelles Resümee würden Sie für die efko-Gruppe ziehen?
Klaus Hraby: Die Pandemie hat aufgezeigt, wie wichtig die Sicherstellung der Grundversorgung in einem Land ist. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs stand von Anfang an ganz oben in den Prioritätenlisten. Die Lebensmittelindustrie – also auch wir als efko – trägt dabei eine große Verantwortung. In der gesamten Gruppe mussten wir mit höchster Flexibilität lernen, uns an die neuen Erfordernisse in vielen Bereichen anzupassen. Angefangen von noch verschärfteren Hygienerichtlinien und Homeoffice bis hin zum geänderten Einkaufsverhalten unserer Kunden. Letzteres stellte uns vor große Produktions- und Lieferengpässe. Immerhin waren die 3,5 Millionen abgefüllten Delikatessgurkengläser innerhalb der ersten Wochen vor der Coronapandemie ausverkauft. In dieser Hinsicht haben auch uns die Herausforderungen von 2020 getroffen. Dennoch, efko ist eine stabile Firma mit einem guten Eigenkapitalpolster, der uns für Krisenzeiten wappnet. So konnten wir die Pandemie bis jetzt ohne Kurzarbeit und geschäftsbedingte Kündigungen überstehen. In Zeiten wie diesen ist das keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.

Ihr Unternehmen hat starke Standbeine sowohl im Lebensmitteleinzelhandel als auch in der Gastronomie. Wenn man diese beiden Bereiche addiert, was kommt dabei heraus im Vergleich zu 2019?
Wir haben 2020 einen Umsatz von 155,4 Millionen Euro erreicht. Das bedeutet einen Zuwachs um 3,5 Prozent im Vergleich zu 2019. Abgesehen von Vitana, die nach wie vor unter dem weitgehenden Wegfall der Gastronomie leidet, konnten alle anderen Unternehmen der efko-Gruppe die anfänglichen Umsatzrückgänge bereits gut ausgleichen und wir sind zufrieden. Unser Geschäft mit dem Lebensmittelhandel läuft befriedigend.


Welche Produkte konnten 2020 prozentuell am stärksten zulegen?
Der Umsatz 2020 zeigt sich quer über unsere diversen Warengruppen positiv. Sowohl in unserem Kerngeschäft „eingelegtes Gemüse“ als auch in den neuen strategisch relevanten Kategorien „Frische und Convenience“ verzeichnen wir Zuwächse. Die großen Verlierer sind wenig überraschend unsere Gastroprodukte.

Das Interview in voller Länge finden Sie im CASH E-Paper der Jänner-Ausgabe 2021.

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