Bomba: Marialuise Unterkircher: Energy, but b...
 
Bomba

Marialuise Unterkircher: Energy, but bunt!

Johannes Brunnbauer

Der Energydrink Bomba zählte schon immer eher zu den Outsidern, ist zwar waschechter Oberösterreicher, fand aber dennoch erst über Australien und den Rest der Welt seinen Weg in die österreichischen Supermarkt-Regale. CASH sprach mit Bomba Managerin Mag. Maria-luise Unterkircher.

CASH: Frau Unterkircher, mit Bomba findet einer der auffälligsten Energydrinks des Landes erst jetzt den Weg in die Regale des heimischen LEH. Warum so spät?
Marialuise Unterkircher: Bomba wurde zwar in den 90er Jahren von einem Salzburger Werber als Glasflasche in Handgranatenform entwickelt, war jedoch aufgrund der Konkurrenzsituation nie für Österreich als Hauptmarkt konzipiert. In Oberösterreich beheimatet konnte Bomba vor allem in Afrika, im Mittleren Osten, in Australien und in Mexiko punkten, in Europa waren wir jahrelang nur in einzelnen Ländern gelistet, in Österreich wurde erst im Herbst 2008 begonnen.

Wem gehört Bomba eigentlich?
Seit 2006 zur HEKA Privatstiftung. Gegründet hat die Firma ein oberösterreichische Unternehmer im Jahre 1996, ehe die Firma nach zehn Jahren übernommen wurde.

Bomba gibt es in vier Geschmacksrichtungen und Farben, womit wurde seinerzeit begonnen?

Als erste Sorte wurde Bomba blue mit Gletschereis-Geschmack entwickelt und zum ersten Mal im September 1996 beim Formel-1-Rennen in Monza präsentiert. 1997/98 kamen Bomba yellow mit charakteristischen Bubble-gum-Geschmack dazu, Bomba red mit Orangengeschmack und Bomba black mit dem Geschmack von schwarzen Johannisbeeren. 2005 wurde übrigens beim Bomba blue der Gletscheris-Geschmack durch Heidelbeere ersetzt.

Wo wird Bomba abgefüllt und von welcher Größenordnung sprechen wir pro Jahr?

Pfanner bottled seit 2005, vorher die Firma Spitz, die natürlich jederzeit bei Kapazitätsengpässen die Bomba Glasflaschen abfüllen könnte. Insgesamt setzen wir derzeit pro Jahr rund acht Millionen Flaschen ab. Tendenz steigend.

Bomba hat ja keineswegs immer nur rosige und erfolgreiche Zeiten durchlebt. Hat man diesbezüglich die Strategien geändert?

Die dringend notwendige Konsolidierungsphase ist zum Glück vorüber, wir konzentrieren uns jetzt voll und ganz einerseits auf die Kooperation mit professionellen Importeuren oder Lizenznehmern und die unterschiedlichen Anforderungen in den einzelnen Ländern. Es müssen so zum Beispiel eigene Rezepturen für die Türkei, Dänemark, Norwegen, Island, Kanada und Japan entwickelt und andererseits oftmals extrem lange und mühsamen Registrierungsprozesse durchlaufen werden.

Sie sehen sich nicht als Konkurrenz von Red Bull?

Nein, weil Bomba völlig anders positioniert ist, schon allein aufgrund der sehr plakativen Glasflasche, die die ‚explosive‘ Energie direkt über die Verpackung transportiert. Nämlich nicht als ein einzelner Energydrink mit einem Geschmack, sondern in vier Farben, vier Geschmäckern plus unterschiedlichen Vitaminzusammensetzungen. Einzig und allein Bomba yellow classic wäre mit Red Bull vergleichbar. Wir haben den für Red Bull typische Nachgeschmack aber bewusst weggelassen. Bomba ist vielleicht eine Spur saurer.

Wird es auch ein Bomba sugarfree geben?

Wir haben es im Sortiment, forcieren es aber nicht. Ich halte es für kontraproduktiv, weil ja die Energie bei einem Energydrink vorwiegend vom Zucker kommt.

Frau Unterkircher, vielen Dank für das Gespräch.


Bunt, geschmackvoll und explosiv: die Bomba-Range
Johannes Brunnbauer
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Brachten Dynamik und Schwung in die Bomba-Granaten: Geschäftsführerin Maria-luise Unterkircher, Marketingleiterin Magda Lolova und Vertriebsleiterin Barbara Stoss (v. r.)
Johannes Brunnbauer
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