Frozen Power: Eisriegel mit Waffelschein
 
Frozen Power

Frozen Power hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eis zu konzipieren, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt. Geschäftsführer Constantin Haas spricht über den Schritt vom Handwerk zur industriellen Verarbeitung der Proteinriegel, gute Partnerschaften und aufkommenden Mitbewerb.

Die Hingabe für Lebensmittel wurde Constantin Haas sozusagen in die Wiege gelegt. Als nach dem zweiten Weltkrieg die Bau- und Maschinenschlosserei seiner Familie von Wien zum Teil ins tschechoslowakische Böhmen verlegt wurde, entdeckte sein Großvater durch die Reparatur eines Waffeleisens für einen österreichischen Traditionsbetrieb seine Liebe zu Waffeln. Anlass genug, dass sich die Familie im Keksanlagenbereich weiterentwickelt hat, bis es in vierter Generation wieder Zeit für etwas Neues war.

CASH: Frozen Power wurde 2017 gegründet, seither hat sich viel verändert. Die Geschäftsführung, die Gesellschaftsstruktur und nicht zu vergessen, das Produkt. Welche Geschichte steckt hinter Frozen Power?
Constantin Haas: Die Idee für den Proteinriegel stammt ursprünglich von meinem ehemaligen Geschäftspartner Kenan Engerini, der aus dem Profi-Olympiasport kommt, aber auch eine Ausbildung für Lebensmitteltechnologie gemacht hat. Zusammen mit einem Konditormeister hat er versucht, eine Proteineiscreme herzustellen und bereits 2017 erste Proben an Spar versendet. Es war relativ schnell klar, dass es einen Markt für Leute gibt, die sich gesünder ernähren, aber dennoch belohnen wollen. So wurden die ersten vier Becher, keine Riegel, unter dem Spar Start-up-Programm Young & Urban auf den Markt gebracht. Gleichzeitig haben aber auch andere Low-Calorie Produkte im Becher Eingang in den Markt gefunden. Das Schöne an einem Start-up ist, dass man auf solche Entwicklungen schnell reagieren kann, und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, das Produkt weiterzuentwickeln. Das war ungefähr der Zeitpunkt, als ich dann in das Unternehmen eingestiegen bin und mein Know-how aus dem Keks- und Waffelbereich einbringen konnte. So ist unser Proteineisriegel mit einem Keksboden und einem Crunch entstanden. Anfang 2020 haben wir uns dann ganz neu aufgestellt, einen neuen Investor an Land gezogen und in eine industrielle Linie investiert. Man muss bedenken, dass wir zuerst 5.000 Riegel pro Woche per Hand hergestellt haben, heute könnten wir 40.000 Riegel pro Tag produzieren und so ganz Europa mit unseren Eisriegeln beliefern – das ist zwar noch nicht ganz der Fall, aber "dream big"!

Ist Eis im Becher keine Option mehr? Immerhin macht dieser schnell wachsende Markt mittlerweile 15 Prozent des Eismarktes aus.
Nach aktuellem Stand nicht. Gerade als Start-up ist es wichtig, dass man sich fokussiert. Wir haben uns für einen Proteineisriegel entschieden, der nicht nur für Sportbegeisterte gedacht, sondern auch ein Healthy Snack für den Hunger zwischendurch ist.

Healthy ist dabei eines der Schlagwörter von Frozen Power. Was bedeutet "gesund" in diesem Zusammenhang wirklich?
Natürlich bedeutet gesund für jeden ein bisschen etwas anderes, aber aus der Nährwert-Perspektive ist unser Riegel jedenfalls gesünder als andere Riegel von bekannten Marken. Wir verzichten komplett auf Rohrzucker und setzen auf die natürliche Süße der Molke oder verwenden Birkenzucker. Die Menschen essen ohnehin zu viel Zucker, Diabetes ist eine Weltkrankheit geworden und da wollen wir dagegen arbeiten.

Lesen Sie das gesamte Interview in der Mai-Ausgabe von CASH.
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