Goodlife Company: Johannes Zerger: Die kleine...
 
Goodlife Company

Johannes Zerger: Die kleine Kampfansage

Goodlife Company

Die Marke Hej Natural hat sich in den vergangenen Jahren schnell zu einem der interessantesten Teilnehmer im Functional-Food-Markt entwickelt. Als Onlinehändler gestartet, konnte sich Hersteller Goodlife im stationären Handel gut positionieren. Head of Marketing Johannes Zerger zeigt im CASH-Gespräch, wie sich die Vertriebsschienen entwickeln, wie das Werbekonzept erweitert wurde und warum sich andere Marken Mühe geben müssen, um mit Hej mitzuhalten.

CASH: Die in Hamburg beheimatete Goodlife Company, Hersteller von Hej, wurde 2014 als Start-up gegründet. Was waren die wichtigsten Entwicklungsschritte bisher?
Johannes Zerger: Der Start von Goodlife war mit Protein Projekt noch ein Onlineshop für Sportnahrung ohne eigene Produkte. 2016 wurde dann Hej als eigene Marke gelauncht, damals mit nur einem Riegel. In einem Segment, in dem eher maskuline Marken vorrangig waren, wollten wir eine eigene Marke mit neutralerem Erscheinen anbieten. Diese sollte nicht nur fürs Fitness-Studio, sondern für die gesunde Ernährung im Alltag geeignet sein. Unsere erste Produktion war nach drei Monaten schon ausverkauft. Mit den Hej Bites, unseren Nussriegeln, haben wir 2017 dann das Snacking-Segment in Angriff genommen. 2019 folgten dann die Crispy Schoko-Proteinriegel, die als erstes Produkt in dem Segment ohne Industriezucker, kollagene Eiweiße und Palmöl auskamen. Heute ist das Standard. Vergangenes Jahr haben wir dann einen veganen Proteinriegel in Bio-Qualität auf den Markt gebracht und vor Kurzem erst sind unsere Hafer-Riegel, die Hej Oat an den Start gegangen. Die enthalten 40 Prozent weniger Zucker als vergleichbare Riegel und sind glutenfrei – in der Kombination sind sie also einzigartig. Heute haben wir über 40 Produkte im Sortiment.

Ist die Bezeichnung "Start-up" überhaupt noch passend?
Wir sagen, dass wir aus den „Start-up“-Schuhen raus sind. Die Euphorie und die flachen Hierarchien sind aber noch da. Momentan haben wir rund 60 Mitarbeiter und 30 ausgeschriebene Stellen. Auch beim Umsatz sind wir gut unterwegs, der hat sich zwischen 2019 und 2021 verdreifacht.

Eure Produkte sind seit 2017 im Handel gelistet. Den "Online-first"-Ansatz habt ihr aber immer noch?
Im vergangenen Jahr kamen unsere Umsätze jeweils zur Hälfte vom Onlinevertrieb und dem stationären Handel, 2022 wird der Handelsanteil aber weiterwachsen. Unsere Mission ist es mit einer Marke, die Spaß macht und leckere Produkte hat, gesunde Ernährung einer breiteren Zielgruppe schmackhaft zu machen. Daher ist die Listung im Handel super, um eine breite Zielgruppe zu erreichen. Online erreicht man zwar sehr präzise seine Zielgruppe, die Expansion der Kundschaft ist aber schwieriger. Mittlerweile liefern wir den umsatzstärksten Proteinriegel im Sortiment von dm drogerie markt. Österreich hat bei der Listung im LEH und DFH einen besonderen Stellenwert für uns, da damals Bipa uns als einer der ersten Händler in das Sortiment aufgenommen hat. Es gab Hej-Produkte also in Österreich, bevor man sie etwa bei Budni, dem größten Drogeriefachhändler bei uns in Hamburg finden konnte.

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