Haribo: Am Goldbären wird nicht gerüttelt
 
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Am Goldbären wird nicht gerüttelt

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Matthias Klein mit dem Haribo Goldbären
Matthias Klein mit dem Haribo Goldbären

Bei Haribo Österreich ist man auf zwei Dinge ­besonders stolz: Auf die Produktion in Linz und auf den Goldbären. Warum dieser so bleibt, wie er ist und man keine veganen Konzepte an ihm versuchen möchte und inwieweit man hierzulande autark agieren kann, erzählt Matthias Klein, ­Geschäftsleiter Marketing und Vertrieb.

CASH: Man macht sich dem Vernehmen nach keine Freunde im Handel, wenn man Preisanpassungen fordert. In Deutschland hat Haribo Preiserhöhungen durch die Verringerung des Packungsinhalts umgesetzt. Ist das auch die Strategie für den österreichischen Markt?
Matthias Klein: Preiserhöhung ist ein Thema, das alle beschäftigt. Die Produktionskosten sind sowohl bei Rohware als auch bei Energie sehr stark gestiegen. Wir agieren in Österreich autark und verfolgen eine andere Strategie. Natürlich müssen auch wir als wirtschaftlich agierendes Unternehmen mit dem Handel gemeinsam verantwortlich handeln. Daher haben auch wir die Preise angehoben und das dem Handel entsprechend kommuniziert. Wir haben die Packungsgrößen aber nicht reduziert.

In welchen für Haribo essenziellen Bereichen waren die Teuerungen besonders hoch?
Das hören Sie sicher oft, aber es ist tatsächlich so: Die Teuerungen waren in allen Bereichen querbeet sehr hoch. Die Preise für fast alle Rohwaren, Verpackungsmaterialien, Logistikdienstleistungen und Energie sind sehr stark gestiegen. Wir sind sehr stolz darauf, dass rund die Hälfte unserer Produkte, die wir in Österreich verkaufen, auch hier in Linz produziert wurde, aber das bedeutet auch, dass wir mit vielen Belastungen durch die Kostensteigerungen konfrontiert sind.

Ist bei dem einen oder anderen Rohstoff Entspannung in Sicht?
Aktuell ist es sehr volatil, die Tendenz geht aufgrund der Ukraine-Krise weiter in die gleiche Richtung. Wir können daher noch nicht von einer Entspannung sprechen.

Sie sind seit Jahresbeginn Teil der Geschäftsleitung von Haribo in Österreich und auch verantwortlich für den Schweizer Markt. Wie fällt die Entwicklung von Haribo in Österreich während Ihrer Wirkungszeit aus?
Wir waren heuer sehr erfolgreich, wir konnten zweistellig wachsen und damit stärker als der gesamte Süßwarenmarkt und auch stärker als der Fruchtgummi-Bereich, der gemeinsam mit den Pralinen das größte Wachstum verzeichnet. Wir haben zwar schon eine gewisse Größe erreicht, aber wir verstehen uns nach wie vor als Familienunternehmen. Mit Haribo haben wir einen wertmäßigen Marktanteil am Fruchtgummimarkt von über 50 Prozent. Wir sind sehr stolz auf den Haribo Goldbären, der der stärkste Artikel im Fruchtgummi-Bereich ist. Wenn man den Goldbären als Unternehmen sehen würde, wäre er die Nummer drei am österreichischen Fruchtgummi-Markt. Wir sind auch mit der Entwicklung von Maoam sehr zufrieden. Hier liegt unser Marktanteil am Kaubonbonmarkt bei knapp 25 Prozent. Unser Fokus liegt in Österreich aber klar auf der Marke Haribo.

Das Interview in voller Länge lesen Sie in E-Paper der September-Ausgabe.

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