Henkel: B. Rechberger-Krammer & J. Haid-Jarko...
 
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B. Rechberger-Krammer & J. Haid-Jarkova: Neue Chancen nutzen

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Frauenpower bei Henkel: Birgit Rechberger-Krammer und Jaroslava Haid-Jarkova
Frauenpower bei Henkel: Birgit Rechberger-Krammer und Jaroslava Haid-Jarkova

CASH: Frau Rechberger-Krammer, wie stark war beziehungsweise ist Henkel CEE – und hier speziell der österreichische Markt – von den Auswirkungen der Coronakrise betroffen?
Birgit Rechberger-Krammer: Wir haben kürzlich die Zahlen des ersten Quartals veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass wir weltweit deutlich von der Coronakrise beeinträchtigt sind, allerdings in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich stark. Besonders betroffen ist unser Klebstoffgeschäft, wo das organische Wachstum im ersten Quartal um 4,1 Prozent gesunken ist sowie die Beauty-Care-Sparte, die ein Minus von 3,9 Prozent verzeichnet. Im Waschmittelbereich konnten wir dagegen erfreulicherweise um 5,5 Prozent zulegen.

Worauf ist der Rückgang bei Beauty Care zurückzuführen? 
Rechberger-Krammer: Einerseits ist dieser der wochenlangen Schließung von Friseursalons geschuldet, wodurch die Professional-Sparte europaweit ohne Umsätze dastand. Andererseits war die Entwicklung im Retail-Bereich auch nicht rosig. Während der ersten Wochen der Coronakrise verkauften sich zwar Hygieneprodukte sehr gut, Stylingartikel litten aber stark unter dem Social Distancing und der Quarantäne. Beauty Care verkauft sich hauptsächlich über den Drogeriefachhandel. Während der ersten Wochen der Krise tendierten die Menschen aber eher zum One-Stop-Shopping im Lebensmittelhandel und kauften dort erhältliche Basic-Produkte wie jene unserer Marke Glem Vital.

Frau Haid-Jarkova, Sie sind nun seit rund fünf Monaten für das Waschmittel- und Reinigungs-Geschäft von Henkel in Österreich verantwortlich. Frau Rechberger-Krammer hat ja dessen positive Entwicklung hervorgehoben. Wie fällt Ihre Bilanz derzeit aus?
Jaroslava Haid-Jarkova: Ich bin sehr froh, dass wir das erste Quartal mit sehr positiven Umsatzzahlen und Marktanteilszuwächsen abschließen konnten. Im Laundry- und Home-Care-Bereich war in den ersten zwei Wochen vor und nach dem Lockdown ein großer Nachfrage-Hype zu spüren, was uns im ersten Quartal global ein Wachstum von 5,5 Prozent beschert hat. Die Nachfrage ist vor allem bei Geschirrspülmitteln und Reinigern stark gestiegen. Im Segment Waschmittel haben die Konsumenten ihre Vorräte aufgestockt, sodass die Verkaufszahlen ebenfalls kurzfristig gestiegen sind. Insgesamt wuchs der gesamte österreichische Universalwaschmittelmarkt im März um 50 Prozent. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch nachhaltig mehr Waschmittel verwendet wird. Denn nach der Bevorratungsphase ist der Markt hier wieder rückläufig.
Das Interview in voller Länge zum Nachlesen gibt's im E-Paper.

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