Kattus: Johannes Kattus: Mit Sekt getauft
 
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Johannes Kattus: Mit Sekt getauft

Alexander Gotter
Johannes Kattus
Johannes Kattus

Bei Kattus hat die nächste Generation das Sektglas übernommen und sprudelt vor Ideen. Johannes Kattus, der die Leidenschaft für den Sekt im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt bekommen hat, erzählt im CASH-Interview von seinen Plänen zwischen Tradition und Innovation.

CASH: Herr Kattus, Sie haben vor etwa eineinhalb Jahren zusammen mit Ihrer Schwester recht kurzfristig das Familienunternehmen übernommen. War das so in Ihrem Lebensplan vorgesehen?
Johannes Kattus: Es war nicht geplant, dass ich schon zu diesem frühen Zeitpunkt das Unternehmen übernehmen werde. Gedanklich habe ich mich aber schon sehr lange damit befasst, mich vorbereitet und gefreut, aktiv im Unternehmen zu arbeiten. Das war eine Verantwortung, der ich mich immer gerne stellen wollte.

Die Leidenschaft für den Sekt haben Sie von klein auf mitbekommen?
Da gibt es eine schöne Anekdote: Wir wurden nämlich schon, wie auch meine Mutter, mit Sekt getauft. Dafür hat meine Großmutter ihren Finger in ein Glas Sekt getaucht und uns zum Nuckeln gegeben. Das ist eine Tradition, die wir auch weiterführen. Die Kinder meiner Schwester wurden auch schon so getauft.

Kattus hat überhaupt eine sehr lange Tradition, die jetzt in den Händen einer jungen Generation liegt. Wie wollen Sie den Spagat zwischen Tradition und neuem Zeitgeist anlegen?
Wir haben eine 160-jährige Geschichte, die natürlich zu einem gewissen Grad verpflichtet. Allerdings war auch schon immer die Innovation ein Teil davon. Unsere Eltern haben zum Beispiel den Kattus Frizzante eingeführt und damit eine Art Revolution am österreichischen Schaumweinmarkt gestartet. Deshalb wollen wir die Tradition und den Standort in Wien 19 erhalten, gleichzeitig aber neue Impulse setzen. Eines der jüngsten Beispiele ist das Kattus Kunststück – Die Große Reserve, die im Spätherbst in der dritten Auflage erscheint und wieder von einer Künstlerin der Universität der Bildenden Künste höchst individuell gestaltet wird. Wir haben damit nicht nur qualitativ einen Schritt nach vorne gewagt, sondern auch die historische Verbindung unseres Hauses zur österreichischen Kulturlandschaft verjüngt. Ein anderes Beispiel sind unsere nachhaltigen Sekte wie der Kattus Organic oder der Kattus Organic Rosé, die unserem langjährigen Grundverständnis einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Produktion entsprechen und gleichzeitig das Thema auf innovative Weise für den Konsumenten greifbar machen.

Das Interview in voller Länge finden Sie hier im E-Paper der CASH April-Ausgabe.
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